Place Dalida & La Maison Rose
Why is it significant?
Am Ende der Rue de l'Abreuvoir, wo die Gasse auf einen kleinen Platz unter Bäumen trifft, steht die Bronzebüste einer Frau mit langem, offenem Haar. Ein Teil der Bronze glänzt golden, blank gerieben von unzähligen Händen... denn wer sie berührt, so sagt man, hat Glück in der Liebe.
Key Facts
| Place | Place Dalida & La Maison Rose |
|---|---|
| Address | Place Dalida, Rue de l'Abreuvoir, 75018 Paris, France |
| Geo Coordinates | 48.88850, 2.33810 |
| Part of Walk | Pinsel, Mühlen und Bohème: Der Künstlerhügel Montmartre in Paris |
| Generated | Generated |
Am Ende der Rue de l'Abreuvoir, wo die Gasse auf einen kleinen Platz unter Bäumen trifft, steht die Bronzebüste einer Frau mit langem, offenem Haar. Ein Teil der Bronze glänzt golden, blank gerieben von unzähligen Händen... denn wer sie berührt, so sagt man, hat Glück in der Liebe.
Das ist Dalida, geboren 1933 in Kairo als Tochter italienischer Eltern, 1954 Miss Ägypten, dann in Paris einer der größten Stars des französischen Chansons und später der Disco. Sie sang in vielen Sprachen, auch auf Deutsch: Am Tag, als der Regen kam, war 1959 ein riesiger Erfolg. Hinter den Kulissen war ihr Leben von Verlusten gezeichnet. Sie wohnte ganz in der Nähe, in der Rue d'Orchampt, und dort nahm sie sich 1987 das Leben. Auf ihrem Abschiedsbrief stand: Das Leben ist mir unerträglich... verzeiht mir.
Die Büste schuf 1997 der Bildhauer Aslan, und seither hat das Glücksritual die Bronze an manchen Stellen ganz blank poliert. Ein seltsam zärtliches Schicksal für das Denkmal einer Frau, die so einsam war.
Jetzt dreh dich um und schau die Rue de l'Abreuvoir hinunter, bis zu dem rosa Haus mit den grünen Fensterläden an der Ecke. Das ist La Maison Rose. Maurice Utrillo hat es gemalt, und das Bild ging als Postkarte um die Welt. Eröffnet hat das kleine Lokal darin Germaine Pichot, eine Frau aus Picassos Pariser Anfangsjahren. Picassos Freund Carles Casagemas, unglücklich in sie verliebt, schoss 1901 in einem Café auf sie, verfehlte sie und tötete sich selbst. Die Trauer um ihn, sagen Kunsthistoriker, führte Picasso geradewegs in seine Blaue Periode.
Der Straßenname erinnert übrigens an die Tränke, zu der die Bauern einst ihr Vieh führten, als hier noch Dorf war. Geh jetzt die Rue Girardon nach Süden. An der Ecke der Place Marcel-Aymé achte auf einen Mann, der halb in einer Mauer steckt... und dann weiter bis zur Windmühle an der Rue Lepic.