Musée de Montmartre: Renoir, Valadon und Utrillo

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Hinter der Tür der Rue Cortot Nummer 12 verbirgt sich eines der ältesten Häuser des Hügels, ein Landsitz aus dem 17. Jahrhundert mit Garten und Blick über die Weinreben bis weit in den Norden. Von außen ist es unscheinbar, innen hat es mehr Kunstgeschichte gesehen als manches große Museum.

Key Facts

PlaceMusée de Montmartre: Renoir, Valadon und Utrillo
Address12 Rue Cortot, 75018 Paris, France
Geo Coordinates48.88790, 2.34070
Part of WalkPinsel, Mühlen und Bohème: Der Künstlerhügel Montmartre in Paris
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Hinter der Tür der Rue Cortot Nummer 12 verbirgt sich eines der ältesten Häuser des Hügels, ein Landsitz aus dem 17. Jahrhundert mit Garten und Blick über die Weinreben bis weit in den Norden. Von außen ist es unscheinbar, innen hat es mehr Kunstgeschichte gesehen als manches große Museum.

Um 1876 mietete hier Pierre-Auguste Renoir ein Atelier und einen Schuppen im Garten. Hinter dem Haus malte er im Freien, unter den Bäumen, unter anderem sein Bild von der Schaukel, und er arbeitete hier an seinem großen Ball im Moulin de la Galette. Im Garten hängt heute wieder eine Schaukel... eine Erinnerung an genau dieses Bild.

Später zog eine Frau ein, die zu den erstaunlichsten Figuren von Montmartre gehört: Suzanne Valadon. Sie war die Tochter einer Wäscherin, wurde Zirkusakrobatin, bis ein Sturz das beendete, und stand dann Modell für Renoir, Toulouse-Lautrec und Puvis de Chavannes. Aber sie sah dabei genau zu. Ohne jede Ausbildung wurde sie selbst Malerin, Edgar Degas kaufte ihre Zeichnungen und ermutigte sie, und 1894 wurde sie als erste Frau in die Société nationale des beaux-arts aufgenommen.

Ihr Sohn Maurice Utrillo wurde ebenfalls Maler, und was für einer. Schon als Jugendlicher war er schwer alkoholkrank, und die Mutter drückte ihm einen Pinsel in die Hand, in der Hoffnung, die Malerei würde ihn retten. Er malte die Gassen von Montmartre, weiß, still, fast menschenleer, oft nach Postkarten, und wurde damit berühmter als sie. Ab 1912 lebten Mutter, Sohn und Valadons deutlich jüngerer Gefährte André Utter hier unter einem Dach. Die Nachbarn nannten das Trio die verfluchte Dreifaltigkeit.

Im Museum kannst du heute Valadons Atelier besuchen, eingerichtet wie damals, mit Ofen, Staffelei und dem Blick hinaus in den Garten. Geh jetzt die Rue Cortot zurück bis zur Rue des Saules und dann ein paar Schritte bergab, an den Weinreben entlang, bis zu einem niedrigen Haus, auf dessen Schild ein Hase aus einem Kochtopf springt.

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