St.-Peter-und-Paul-Kirche und die romanische St.-Andreas-Kirche

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Bleibe stehen vor dem prachtvollen schmiedeeisernen Gitter mit den zwölf monumentalen Apostelfiguren auf hohen Sockeln: vor dir die Jesuitenkirche St. Peter und Paul. Erbaut zwischen 1597 und 1619 unter König Sigismund III. Wasa, war sie das allererste reine Barockbauwerk in Krakau und ganz Polen.

Key Facts

PlaceSt.-Peter-und-Paul-Kirche und die romanische St.-Andreas-Kirche
Addressul. Grodzka 52a, 31-044 Kraków, Poland
Geo Coordinates50.05690, 19.93910
Part of WalkDer Königsweg von Krakau: Vom Barbakan zum Wawelschloss
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Bleibe stehen vor dem prachtvollen schmiedeeisernen Gitter mit den zwölf monumentalen Apostelfiguren auf hohen Sockeln: vor dir die Jesuitenkirche St. Peter und Paul. Erbaut zwischen 1597 und 1619 unter König Sigismund III. Wasa, war sie das allererste reine Barockbauwerk in Krakau und ganz Polen. Der Tessiner Baumeister Giovanni Battista Trevano vollendete die Fassade aus hellem Dolomitkalkstein in Anlehnung an die römische Kirche Il Gesù. Mit ihrer monumentalen Eleganz setzt die Schaufassade einen glanzvollen Höhepunkt an der Grodzka-Straße, vollendet durch meisterhafte Skulpturen.

Ein alter Krakauer Scherz besagt, die Kirche sei so klein geraten, dass selbst die zwölf Apostel draußen auf der Straße stehen mussten. Im Kircheninneren schwingt unter der hohen Kuppel das mit sechsundvierzig Metern längste Foucaultsche Pendel Polens, das die Erdrotation demonstriert. Im Querschiff ruht der berühmte Hofprediger Piotr Skarga, dessen mitreißende Reden vor dem Reichstag den Niedergang des unruhigen Adelsstaates voraussagten. In der Krypta befindet sich heute das Nationale Pantheon mit Ruhestätten herausragender Gelehrter, darunter der Komponist Krzysztof Penderecki und der Schriftsteller Sławomir Mrożek.

Wandele den Blick nach links: Unmittelbar Wand an Wand erhebt sich die romanische St.-Andreas-Kirche, erbaut zwischen 1079 und 1098. Mit ihren beiden achteckigen Wehrtürmen, massiven Bruchsteinmauern und winzigen Schießscharten gleicht sie einer uneinnehmbaren Wehrburg. Während des Mongolensturms von 1241 fand die gesamte überlebende Einwohnerschaft Krakaus hinter diesen trutzigen Mauern rettenden Zufluchtsort. Dieser direkte bauliche Kontrast zwischen romanischem Festungsbau und römischem Jesuitenbarock ist in ganz Europa ohne Parallele.

Das Kirchenpaar verkörpert die wechselhafte europäische Identität Krakaus: wehrhafte Standhaftigkeit im Mittelalter und gelehrte barocke Weltoffenheit. Italienische Stukkateure wie Giovanni Battista Falconi hinterließen in den Gewölben meisterhafte Stuckarbeiten mit biblischen Szenen und Engeln. Hier schlägt das Herz einer reichen sakralen Kunstlandschaft, die Gelehrsamkeit und tiefe Volksfrömmigkeit vereint.

Biege nun nach rechts in die ruhige und kopfsteingepflasterte Kanonicza-Straße ein. Du betrittst die eleganteste und besterhaltene Renaissancestraße ganz Krakaus.

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