Soğukçeşme Sokağı: Holzhäuser an der Palastmauer
Why is it significant?
Spür das Kopfsteinpflaster unter den Füßen und schau dich um: auf der einen Seite die hohe, graue Mauer des Palastes, auf der anderen eine Reihe schmaler Holzhäuser in Pastellfarben, Rosa, Gelb, Hellblau, mit Erkern und kleinen Fenstern. Hinter dir ragen die Kuppeln der Hagia Sophia auf.
Key Facts
| Place | Soğukçeşme Sokağı: Holzhäuser an der Palastmauer |
|---|---|
| Address | Cankurtaran Mahallesi, Soğukçeşme Sokağı, 34122 Fatih/İstanbul, Türkiye |
| Geo Coordinates | 41.00940, 28.98020 |
| Part of Walk | Istanbul der Sultane: Topkapı, Gülhane und die Hohe Pforte |
| Generated | Generated |
Spür das Kopfsteinpflaster unter den Füßen und schau dich um: auf der einen Seite die hohe, graue Mauer des Palastes, auf der anderen eine Reihe schmaler Holzhäuser in Pastellfarben, Rosa, Gelb, Hellblau, mit Erkern und kleinen Fenstern. Hinter dir ragen die Kuppeln der Hagia Sophia auf. Stiller als hier wird es in diesem Viertel kaum.
Soğukçeşme heißt Kalter Brunnen, nach einem Brunnen an dieser Gasse. Die Häuser stehen in der Tradition des 18. und 19. Jahrhunderts, aber was du siehst, ist zu einem großen Teil Rekonstruktion. In den 1980er-Jahren ließ der Türkische Touring- und Automobilclub unter Çelik Gülersoy die verfallenen Häuser restaurieren, teilweise neu errichten und zu Gästehäusern machen. Gülersoy war ein leidenschaftlicher Bewahrer des alten Istanbul, und diese Gasse wurde sein Schaufenster.
Das Projekt war nicht unumstritten. Kritiker sagten, hier sei eine Kulisse entstanden, hübscher, als die Vergangenheit je war; Befürworter antworteten, ohne die Restaurierung gäbe es gar nichts mehr zu sehen. Beide hatten ein bisschen recht. In ganz Istanbul sind die meisten alten Holzhäuser Bränden, Abriss und Betonbauten zum Opfer gefallen. Diese Gasse zeigt, wie Straßen einst ausgesehen haben könnten... gereinigt, frisch gestrichen und ein wenig idealisiert.
Unter einem der Häuser verbirgt sich übrigens eine byzantinische Zisterne, ein kleiner Verwandter der großen unterirdischen Wasserspeicher der Stadt, der bei der Restaurierung ebenfalls freigelegt wurde. Byzanz unter der Erde, die Osmanen aus Holz darüber, daneben die Palastmauer und im Rücken die Hagia Sophia. Mehr Schichten passen kaum in eine einzige Gasse.
Damit endet unser Weg durch das Herz der osmanischen Macht. Du hast den Bahnhof gesehen, an dem Europa ankam, das Bad, das eine Bibliothek bezahlte, das Tor, das einer Regierung den Namen gab, den Pavillon des wachsamen Sultans, den Garten der Reformen, eine römische Säule über besiegte Goten, ein Museum voller Könige, den Palast selbst, eine Kirche als Waffenkammer und einen Brunnen der Tulpenzeit. Am Ende dieser Gasse liegen wieder der Alay Köşkü und gegenüber die Hohe Pforte... der Kreis schließt sich. Gute Reise durch Istanbul.