Bab-ı Hümayun und der Brunnen Ahmeds III.
Why is it significant?
Dreh dich um, wenn du durch das Tor getreten bist, und schau zurück: ein mächtiger Marmorbogen, eingefasst von Inschriften, mit Nischen links und rechts. Das ist Bab-ı Hümayun, das Kaiserliche Tor, der Haupteingang zum Palastbezirk.
Key Facts
| Place | Bab-ı Hümayun und der Brunnen Ahmeds III. |
|---|---|
| Address | Cankurtaran Mahallesi, Bab-ı Hümayun Caddesi, 34122 Fatih/İstanbul, Türkiye |
| Geo Coordinates | 41.00840, 28.98130 |
| Part of Walk | Istanbul der Sultane: Topkapı, Gülhane und die Hohe Pforte |
| Generated | Generated |
Dreh dich um, wenn du durch das Tor getreten bist, und schau zurück: ein mächtiger Marmorbogen, eingefasst von Inschriften, mit Nischen links und rechts. Das ist Bab-ı Hümayun, das Kaiserliche Tor, der Haupteingang zum Palastbezirk. Und vor dir, auf dem kleinen Platz, steht ein Brunnen, der aussieht, als hätte ihn ein Konditor entworfen.
Das Tor ließ Mehmed II. errichten; die Inschrift über dem Bogen nennt das Jahr 1478. Früher trug es noch ein Obergeschoss, einen hölzernen Pavillon, der im 19. Jahrhundert verschwand. Durch dieses Tor kamen Gesandte, Händler, Bittsteller und die Bewohner der Stadt in den ersten Hof. Und in den Nischen, so berichten Reisende, wurden manchmal die Köpfe Hingerichteter zur Schau gestellt, als stumme Warnung an alle, die hier vorbeigingen.
Und jetzt der Brunnen. Sultan Ahmed III. ließ ihn 1728 bauen, mitten in der sogenannten Tulpenzeit, als der Hof Gartenfeste feierte, Tulpenzwiebeln zu Höchstpreisen gehandelt wurden und Gesandte aus Paris neue Moden mitbrachten. Schau dir die Oberfläche an: Blumenranken, Fruchtschalen, Ornamente, alles in Marmor gemeißelt und einst bunt und vergoldet. An den Ecken sitzen vergitterte Fenster, aus denen Diener Wasser an Vorübergehende ausgaben, an Festtagen angeblich auch Scherbet.
Die Tulpenzeit endete abrupt. 1730 brach ein Aufstand los, angeführt von Patrona Halil, einem ehemaligen Janitscharen albanischer Herkunft, und zwang Ahmed III. zur Abdankung. Der Großwesir Nevşehirli Damat İbrahim Pascha, der Architekt dieser verspielten Epoche, wurde getötet. So steht der Brunnen heute wie ein Denkmal für eine kurze, heitere Zeit, die mit Gewalt zu Ende ging.
Übrigens hat auch Deutschland in dieser Gegend einen Brunnen hinterlassen. Kaiser Wilhelm II. schenkte nach seinem Besuch von 1898 einen achteckigen Brunnen, der 1901 eingeweiht wurde und ein paar hundert Meter weiter am alten Hippodrom steht. Zwei Brunnen, zwei Monarchen, zwei Arten, Freundschaft in Stein zu fassen. Geh jetzt an der Palastmauer entlang in die schmale, gepflasterte Gasse, die gleich neben dem Tor beginnt und nach Norden führt. Sie ist unsere letzte Station.