Torres Bermejas (Rote Türme) auf dem Mauror-Hügel
Why is it significant?
Erreichen Sie die markante Felskuppe des Mauror-Hügels, auf der sich die trutzigen Mauern der Torres Bermejas, der Roten Türme, erheben.
Key Facts
| Place | Torres Bermejas (Rote Türme) auf dem Mauror-Hügel |
|---|---|
| Address | Callejon Niño del Royo s/n, 18009 Granada, Spain |
| Geo Coordinates | 37.17530, -3.59410 |
| Part of Walk | Die Alhambra und der Generalife: Nasridenpaläste, Festung und Sommergärten |
| Generated | Generated |
Erreichen Sie die markante Felskuppe des Mauror-Hügels, auf der sich die trutzigen Mauern der Torres Bermejas, der Roten Türme, erheben. Diese vorgeschobene Festungsanlage verdankt ihren Namen dem charakteristischen feuerroten Farbton ihres Lehmmauerwerks, das im warmen Licht der andalusischen Abendsonne glüht. Bereits im neunten Jahrhundert als Wehrbastion über der jüdischen Vorstadt Garnata al-Yahud angelegt, gehört diese Festung zu den ältesten militärischen Bauwerken Granadas. Unter der Ziriden-Dynastie und den Nasriden-Sultanen wurde sie kontinuierlich erweitert und als südlicher Schutzschild der Alhambra ausgebaut. Die vorgeschobene Wehranlage war durch unterirdische Verbindungsgänge und gedeckte Wehrgänge eng mit der Hauptfestung der Alhambra verknüpft, sodass Truppenverschiebungen im Ernstfall unbemerkt von der Bevölkerung der Unterstadt vollzogen werden konnten. Von den Wehrgängen aus überwachten wachsame Bogenschützen Tag und Nacht die strategisch bedeutsamen Handelsstraßen. Das rötliche Mauerwerk bildet einen markanten Kontrast zum tiefen Grün der umliegenden Zypressen und Kiefern auf dem sonnenüberfluteten Hügelkamm. Die wuchtigen Türme bildeten einen unüberwindlichen Vorposten zum Schutz der hoch über der Stadt thronenden Herrscher.
Betrachten Sie den wuchtigen Hauptturm mit seinen spitzen Zinnen: Die meterdicken Mauern wurden in traditioneller Stampflehmtechnik (Tapial) errichtet, einer Mischung aus rotem Ton, Branntkalk und Flusskieseln, die seit über elfhundert Jahren den Elementen trotzt. Im Inneren verbirgt sich eine gewölbte Zisterne, die einer Garnison ermöglichte, Belagerungen monatelang autark standzuhalten, selbst wenn Aufstände in der Unterstadt die Zuwege abschnitten.
Nach der christlichen Reconquista von 1492 richteten die spanischen Könige hier eine Festungswache ein, bevor der Komplex im achtzehnten Jahrhundert als Militärgefängnis diente. Von dieser ruhigen Anhöhe aus genießen Sie einen herrlichen Ausblick über die roten Ziegeldächer des Realejo und die weite fruchtbare Ebene der Vega.
Berühren Sie das raue Mauerwerk des Bastionssockels: Die kompakte mineralische Struktur zeugt von der Meisterschaft mittelalterlicher maurischer Festungsbauer.
Kehren Sie auf die Hauptallee des Alhambra-Waldes zurück und wandern Sie ostwärts zur monumentalen Puerta de la Justicia.