Alcazaba-Festung und der Aussichtsturm Torre de la Vela
Why is it significant?
Betreten Sie das wehrhafte Areal der Alcazaba, der militärischen Zitadelle, die den ältesten und am stärksten befestigten Bereich der Alhambra bildet. Gegründet im dreizehnten Jahrhundert von Muhammad I.
Key Facts
| Place | Alcazaba-Festung und der Aussichtsturm Torre de la Vela |
|---|---|
| Address | Calle Real de la Alhambra s/n, 18009 Granada, Spain |
| Geo Coordinates | 37.17710, -3.59230 |
| Part of Walk | Die Alhambra und der Generalife: Nasridenpaläste, Festung und Sommergärten |
| Generated | Generated |
Betreten Sie das wehrhafte Areal der Alcazaba, der militärischen Zitadelle, die den ältesten und am stärksten befestigten Bereich der Alhambra bildet. Gegründet im dreizehnten Jahrhundert von Muhammad I. Ibn al-Ahmar, dem ersten Herrscher der Nasriden-Dynastie, thront dieser dreieckige Festungskeil auf der westlichen Felsspitze des Sabika-Hügels. Beim Gang über den ehemaligen Waffenplatz entdecken Sie im Boden die archäologischen Grundrisse des Militärviertels (Barrio Castrense), wo die königliche Leibgarde in Kasernen, Vorratsräumen und Bädern stationiert war. Die monumentalen Zinnen der Wehrtürme dienten nicht nur als Beobachtungsposten, sondern beherbergten auch Signallager, von denen aus bei feindlichen Annäherungen weithin sichtbare Rauch- und Feuersignale zu den entfernten Wachtürmen der Bergketten gesendet wurden. Unterhalb der Wehrgänge zeugen tiefe gemauerte Verliese von der Härte mittelalterlicher Kriegsführung. Die weit über die Stadt blickenden Wachtürme sicherten Granada über Jahrhunderte gegen plötzliche Überraschungsangriffe aus den Bergpässen der Umgebung.
Erklimmen Sie die steinerne Wendeltreppe zur Aussichtsplattform des berühmten Torre de la Vela, des Wachturms: Aus über fünfundzwanzig Metern Höhe eröffnet sich ein überwältigendes 360-Grad-Panorama auf das weiße Gassengewirr des Albaicín, die tiefe Schlucht des Darro-Flusses, die Renaissance-Bauten der Innenstadt und die weite landwirtschaftliche Ebene der Vega. Am zweiten Januar 1492 wurden auf diesem Turm erstmals die königlichen Banner Kastiliens und das silberne Kreuz der Reconquista gehisst.
Die gewaltige Bronzeglocke auf dem Turmdach regelte jahrhundertelang die Bewässerungszeiten der Bauern in der fruchtbaren Vega: Ihr nächtlicher Glockenschlag zeigte an, wann die Schleusen der Kanäle geöffnet werden durften. Einer Legende nach findet jedes unverheiratete Mädchen, das am zweiten Januar die Glocke läutet, noch im selben Jahr einen Ehemann.
Spüren Sie den frischen Bergwind auf der Zinne: Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den schneebedeckten Gipfeln des Mulhacén und des Veleta.
Verlassen Sie die Festungsmauern zur Plaza de los Aljibes und treten Sie in den Renaissance-Rundhof des Palastes Karls V.