Corral del Carbón (Maurische Karawanserei des 14. Jahrhunderts)

Why is it significant?

Treten Sie vor das atemberaubende Eingangsportal des Corral del Carbón, ein herausragendes Bauwerk des vierzehnten Jahrhunderts, das als einzige vollständig erhaltene islamische Karawanserei (Fundaq) auf der gesamten Iberischen Halbinsel gilt.

Key Facts

PlaceCorral del Carbón (Maurische Karawanserei des 14. Jahrhunderts)
AddressCalle Mariana Pineda 21, 18009 Granada, Spain
Geo Coordinates37.17490, -3.59780
Part of WalkAlbaicín und Historisches Zentrum: Maurisches Viertel, Königsgräber und Renaissance
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Treten Sie vor das atemberaubende Eingangsportal des Corral del Carbón, ein herausragendes Bauwerk des vierzehnten Jahrhunderts, das als einzige vollständig erhaltene islamische Karawanserei (Fundaq) auf der gesamten Iberischen Halbinsel gilt. Erbaut im Jahr 1336 unter der Regentschaft von Nasriden-Sultan Yusuf I. als al-Fundaq al-Gidid (Neue Herberge), diente dieser befestigte Gebäudekomplex als sichere Unterkunft und Großhandelslager für reisende Kaufleute aus Nordafrika, Genua und Ägypten, die in den oberen Stockwerken logierten und im Erdgeschoss ihre kostbaren Ballen aus Seide, Safran und Gewürzen verwahrten. Die massiven Außenmauern und das wehrhafte Eingangsportal boten den reisenden Handelskarawanen wirksamen Schutz vor Überfällen und Diebstählen während ihres mehrtägigen Aufenthaltes in der Handelsmetropole. Im geschäftigen Innenhof wurden die kostbaren Seidenballen und exotischen Gewürze vor den Augen interessierter Großkaufleute begutachtet und verhandelt. Die architektonische Geschlossenheit dieser mittelalterlichen Handelsherberge macht sie zu einem einzigartigen Denkmal europäischer Wirtschaftsgeschichte. Die kunstvollen Muqarnas-Stalaktiten über dem Eingangsportal ziehen die Blicke jedes kunstinteressierten Betrachters auf sich.

Blicken Sie hinauf zu dem monumentalen Hufeisenbogen: Er öffnet sich in eine prachtvolle Muqarnas-Stalaktitenkuppel aus Stuck, deren geometrische Perfektion an die Prunksäle der Alhambra erinnert. Über dem Bogen spannt sich eine elegante Bogenloggia mit durchbrochenem Sebka-Rautenmuster, bekrönt von einem steinernen Gesims, auf dem das berühmte Motto der Nasriden-Könige eingemeißelt ist.

Nach der christlichen Eroberung 1492 erlebte das Gebäude vielfältige Nutzungen: Es diente als Theaterbühne für spanische Komödien im Goldenen Zeitalter, als Adelspalais und im siebzehnten Jahrhundert als städtisches Kohlelager und Wiegestation, woraus der heutige Name Corral del Carbón entstand. Heute bildet der Innenhof eine stimmungsvolle Freilichtbühne für Konzerte und Flamencoabende.

Betreten Sie den quadratischen Hof: Berühren Sie die steinerne Wassertränke in der Mitte, an der einst die Maultiere der Wüstenkarawanen nach langen Gebirgsmärschen tranken.

Gehen Sie westwärts über die Calle Zacatín zum Palast La Madraza direkt gegenüber der Königlichen Kapelle.

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