Plaza Nueva und die Königliche Kanzlei (Real Chancillería)

Why is it significant?

Betreten Sie die weitläufige Plaza Nueva, den ältesten öffentlichen Platz des christlichen Granada, der im sechzehnten Jahrhundert angelegt wurde, indem man den ungestümen Darro-Fluss mit einem monumentalen Tonnengewölbe überbaute.

Key Facts

PlacePlaza Nueva und die Königliche Kanzlei (Real Chancillería)
AddressPlaza Nueva s/n, 18009 Granada, Spain
Geo Coordinates37.17750, -3.59520
Part of WalkAlbaicín und Historisches Zentrum: Maurisches Viertel, Königsgräber und Renaissance
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Betreten Sie die weitläufige Plaza Nueva, den ältesten öffentlichen Platz des christlichen Granada, der im sechzehnten Jahrhundert angelegt wurde, indem man den ungestümen Darro-Fluss mit einem monumentalen Tonnengewölbe überbaute. An der Nordseite des Platzes erhebt sich die imposante Real Chancillería, die Königliche Kanzlei, die ab 1531 unter Kaiser Karl V. als oberster Gerichtshof für ganz Südspanien errichtet wurde. Die meisterhafte Renaissance-Fassade, vollendet 1587 von Francisco del Castillo, besticht durch ihre klassische Strenge, ionische Säulen und kunstvolle schmiedeeiserne Balkone. Die kühne Überwölbung des reißenden Gebirgsflusses galt im sechzehnten Jahrhundert als bautechnisches Meisterwerk der Ingenieurskunst, das der rasant wachsenden Stadt neuen Raum für repräsentative Großbauten eröffnete. Der monumentale Gerichtspalast symbolisierte die unanfechtbare Rechtsordnung der spanischen Krone und strahlte weit über die Grenzen Andalusiens hinaus. Die weitläufige Plaza bildet seit Jahrhunderten die repräsentative Bühne für das festliche bürgerliche Leben im Herzen der Stadt. Bis heute pulsiert hier das gesellschaftliche Leben zwischen ehrwürdigen Kolonnaden und modernen Cafés.

Bewundern Sie das monumentale Hauptportal, bekrönt von den Marmorstatuen der Gerechtigkeit und der Klugheit, die das kaiserliche Wappen Spaniens flankieren, überragt von einem barocken Uhrengiebel. Hinter der Fassade verbirgt sich ein prächtiger Renaissance-Innenhof, der Diego de Siloé zugeschrieben wird: Seine zweistöckigen Galerien aus makellosem weißem Macael-Marmor umrahmen ein stilles Brunnenbecken, an dem heute die Richter des Obersten Gerichtshofs von Andalusien tagen.

Im hinteren Teil des Gebäudes befand sich früher das königliche Gefängnis, dessen Insassen oft auf dem Schafott hingerichtet wurden, das mitten auf der Plaza Nueva aufgestellt war. Der Platz war zudem Schauplatz ritterlicher Lanzenturniere und barocker Maskenbälle.

Treten Sie nahe an den Rinnstein heran: Wenn Sie genau hinhören, können Sie unter dem Pflaster das gedämpfte Tosen des Darro-Flusses vernehmen.

Gehen Sie nach Süden in die Calle Reyes Católicos und biegen Sie links ab zum Corral del Carbón.

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