Puerta de las Granadas (Granatapfeltor) und der Alhambra-Wald
Why is it significant?
Stehen Sie ehrfürchtig vor der monumentalen Renaissance-Fassade der Puerta de las Granadas, dem Granatapfeltor, das den feierlichen Eingang in den kaiserlichen Schlosswald der Alhambra bildet.
Key Facts
| Place | Puerta de las Granadas (Granatapfeltor) und der Alhambra-Wald |
|---|---|
| Address | Cuesta de Gomérez s/n, 18009 Granada, Spain |
| Geo Coordinates | 37.17600, -3.59310 |
| Part of Walk | Die Alhambra und der Generalife: Nasridenpaläste, Festung und Sommergärten |
| Generated | Generated |
Stehen Sie ehrfürchtig vor der monumentalen Renaissance-Fassade der Puerta de las Granadas, dem Granatapfeltor, das den feierlichen Eingang in den kaiserlichen Schlosswald der Alhambra bildet. Entworfen im Jahr 1536 von dem kaiserlichen Baumeister Pedro Machuca auf Geheiß von Kaiser Karl V., ersetzte dieses prachtvolle Bauwerk das alte maurische Wehrtor Bib al-Buxar, um dem spanischen Weltreich einen repräsentativen Triumphbogen zu schenken. Das aus goldenem Sandstein gefügte Monument gliedert sich in drei rundbogige Durchgänge mit wuchtigem Rustikamauerwerk, das an die antike römische Monumentalarchitektur erinnert. Die mächtigen Quadersteine des kaiserlichen Bauwerks wurden aus den traditionsreichen andalusischen Steinbrüchen von Santa Pudia herbeigeschafft, deren goldbrauner Kalkstein seit der Antike für monumentale Wehrbauten geschätzt wird. Die kunstvoll gefügten Bogenöffnungen sollten den feierlichen Aufstieg des Hofstaates zur Sommerresidenz zu einem unvergesslichen Triumphzug gestalten. Generationen von Dichtern und Malern ließen sich von der romantischen Erhabenheit dieses kaiserlichen Triumphbogens und des dahinterliegenden Waldes verzaubern. Der Eintritt durch das Tor markiert bis heute das feierliche Verlassen der Stadt hinauf in die Welt königlicher Pracht.
Richten Sie Ihren Blick auf den bekrönenden Dreiecksgiebel: In der Mitte prangt das kaiserliche Wappen Karls V. mit dem Habsburger Doppeladler, gekrönt von drei plastisch gemeißelten Granatäpfeln, die ihre steinernen Kerne öffnen und das historische Wappensymbol der Stadt Granada verkörpern. Sobald Sie das mittlere Portal durchschreiten, verstummt der städtische Verkehrslärm augenblicklich, abgelöst vom tiefen Rauschen des jahrhundertealten Alhambra-Waldes mit seinen riesigen Ulmen und Silberpappeln.
Die prächtigen Ulmenbäume, die heute diesen kühlen Bergwald beschatten, sind keineswegs heimisch in Andalusien: Sie wurden 1812 während der Napoleonischen Kriege von dem britischen Feldherrn Herzog von Wellington als Geschenk gestiftet, um die abgeholzten Berghänge der Festung aufzuforsten.
Lauschen Sie dem stetigen Murmeln des frischen Quellwassers, das in gepflasterten Rinnen links und rechts der Waldwege talwärts fließt.
Nehmen Sie den gepflasterten Pfad nach rechts bergauf, um die wehrhaften roten Mauern der Torres Bermejas zu erkunden.