Weidengasse und Eigelsteinviertel
Why is it significant?
Tauchen Sie mit allen Sinnen ein in das bunte Stimmengewirr und die verlockenden Aromen frisch gebackenen Fladenbrots, frisch gemahlenen Mokkas und saftigen Holzkohlegrills.
Key Facts
| Place | Weidengasse und Eigelsteinviertel |
|---|---|
| Address | Weidengasse 28, 50668 Köln, Deutschland |
| Geo Coordinates | 50.94900, 6.95650 |
| Part of Walk | Altstadt, Kölner Dom, Rathaus und Rheinufer: Zweitausend Jahre zwischen Gotik, Römern und Kölsch |
| Generated | Generated |
Tauchen Sie mit allen Sinnen ein in das bunte Stimmengewirr und die verlockenden Aromen frisch gebackenen Fladenbrots, frisch gemahlenen Mokkas und saftigen Holzkohlegrills. Die Weidengasse bildet die pulsierende Lebensader des multikulturellen Eigelsteinviertels und präsentiert Köln von seiner herzlichsten, ungekünstelten und gastfreundlichen Seite. Hier vermischen sich jahrhundertealte kölsche Brauhaustraditionen und anatolische Gastfreundschaft zu einem faszinierenden gesellschaftlichen Mosaik, das rund um die Uhr voller Energie pulsiert. Überall sitzen Menschen plaudernd auf den Terrassen, während das Klirren der Teegläser und Kaffeetassen die lebendige Straße erfüllt.
Schauen Sie sich die schmalen Gründerzeitfassaden an, in deren Erdgeschossen traditionelle Fleischereien und Bäckereien friedlich neben alteingesessenen kölschen Veedelskneipen liegen. Wo früher Rheinschiffer, Gerber und Fuhrleute nach schwerer Schicht ihr frisch gezapftes obergäriges Bier tranken, treffen sich heute Studenten, Handwerker und Familien zum gemeinsamen Plaudern unter freiem Himmel. Der Eigelstein hat sich stets seinen rauen, ehrlichen Charme bewahrt, der von echten Kölner Originalen innig geliebt und leidenschaftlich verteidigt wird.
In den verwinkelten Hinterhöfen dieser Straße spielte sich im zwanzigsten Jahrhundert so manche legendäre Kölner Unterweltgeschichte ab, denn der Eigelstein galt lange Zeit als berüchtigtes Revier Kölner Milieugrößen. Spitznamen wie Dappes oder Schäfers Nas werden an den Tresen der Eckkneipen noch heute bei einer gut gekühlten Stange Kölsch mit feinem rheinischem Schmunzeln erzählt. Die enge Nachbarschaft stand jedoch immer wie eine feste Mauer zusammen, wenn die städtische Obrigkeit das Viertel allzu streng maßregeln wollte.
Außergewöhnlich ist die jahrtausendealte Kontinuität dieses Handelsweges, denn bereits die römischen Legionäre nutzten genau diese schnurgerade Trasse als nördliche Ausfallstraße nach Neuss und Xanten. Bei modernen Tiefbauarbeiten stießen Archäologen direkt unter dem Kopfsteinpflaster auf antike Meilensteine, kunstvolle Grabmäler und römische Tonkrüge, die heute im Museum bestaunt werden können und von frühgeschichtlicher Besiedlung zeugen.
Folgen Sie der lebendigen Weidengasse nun weiter nach Süden und biegen Sie nach wenigen Gehminuten gemächlich nach rechts ab, um den stillen Ursulaplatz mit seiner weltberühmten Basilika zu erreichen.