Sankt Maria Himmelfahrt und Jesuitenkolleg

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Bestaunen Sie die prachtvolle Barockfassade von Sankt Maria Himmelfahrt, die mit ihren geschwungenen Voluten und überlebensgroßen Heiligenfiguren sofort aus der Kölner Backsteinlandschaft hervorsticht. Nach dem Dom ist dieses Gotteshaus die zweitgrößte Kirche der gesamten Kölner Innenstadt.

Key Facts

PlaceSankt Maria Himmelfahrt und Jesuitenkolleg
AddressMarzellenstraße 26, 50667 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.94320, 6.95750
Part of WalkAltstadt, Kölner Dom, Rathaus und Rheinufer: Zweitausend Jahre zwischen Gotik, Römern und Kölsch
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Bestaunen Sie die prachtvolle Barockfassade von Sankt Maria Himmelfahrt, die mit ihren geschwungenen Voluten und überlebensgroßen Heiligenfiguren sofort aus der Kölner Backsteinlandschaft hervorsticht. Nach dem Dom ist dieses Gotteshaus die zweitgrößte Kirche der gesamten Kölner Innenstadt. Sie wurde im frühen siebzehnten Jahrhundert von den Jesuiten als weithin sichtbares Triumphmonument der katholischen Gegenreformation am Niederrhein errichtet. Der reiche Figurenschmuck an den Portalen zieht jeden Kunstliebhaber sofort in seinen Bann.

Schauen Sie genauer auf die faszinierende Synthese der Baustile: Obwohl die Kirche barocke Prachtentfaltung atmet, verwendeten die Baumeister bewusst spitzbogige gotische Maßwerkfenster, um an die altehrwürdige Sakralarchitektur Kölns anzuknüpfen. Diese sogenannte Nachgotik der Jesuiten sollte den Bürgern signalisieren, dass der neue Orden fest in den ehrwürdigen Wurzeln der mittelalterlichen Kirche verankert war und das katholische Erbe der Domstadt treu verteidigte. So entstand eine einzigartige rheinische Stilsymbiose.

Wenn Sie den festlichen Innenraum betreten, empfängt Sie eine lichtdurchflutete dreischiffige Halle mit meisterhaften Stuckaturen und einem monumentalen Hochaltar aus dem Jahr 1628. Die kunstvoll geschnitzte Kanzel gleicht einer barocken Theaterbühne, von der aus wortgewaltige Jesuitenprediger gegen die protestantische Reformation wetterten und die Kölner Bürger mit flammenden Reden über Himmel und Fegefeuer in ihren Bann zogen. Der Weihrauchduft scheint noch heute in den kunstvollen Deckenbögen zu schweben.

Während der verheerenden Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs erlitt das Gotteshaus schwerste Zerstörungen, doch engagierte Kölner Bürger retteten die wertvollen Altarbilder und Stuckfragmente unter größter persönlicher Gefahr. In jahrzehntelanger akribischer Feinarbeit wurde der Kirchenraum originalgetreu rekonstruiert, sodass er heute wieder im strahlenden Glanz des Frühbarocks leuchtet und Gläubige wie Besucher gleichermaßen verzaubert.

Treten Sie wieder hinaus auf die belebte Marzellenstraße und folgen Sie dem Straßenverlauf nach Süden, bis sich plötzlich die schwindelerregende Silhouette des Kölner Doms vor Ihnen auftürmt. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die kunstvollen Barockfiguren am Hauptportal noch einmal zu betrachten, bevor Sie Ihren Spaziergang zur weltberühmten Kathedrale fortsetzen.

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