Plaça de Rovira i Trias: Der Mann, der die Eixample hätte bauen sollen
Why is it significant?
Auf einer Bank sitzt ein Mann aus Bronze und schaut nachdenklich vor sich hin. Folg seinem Blick nach unten: Ins Pflaster sind Linien eingelassen, ein Stadtplan, der strahlenförmig von einem Zentrum ausgeht. Das ist Antoni Rovira i Trias, und das ist die Stadt, die er Barcelona schenken wollte.
Key Facts
| Place | Plaça de Rovira i Trias: Der Mann, der die Eixample hätte bauen sollen |
|---|---|
| Address | Plaça de Rovira i Trias, 08024 Barcelona, Spain |
| Geo Coordinates | 41.40760, 2.15840 |
| Part of Walk | Gràcia in Barcelona: Plätze, Märkte, Casa Vicens und der Park Güell |
| Generated | Generated |
Auf einer Bank sitzt ein Mann aus Bronze und schaut nachdenklich vor sich hin. Folg seinem Blick nach unten: Ins Pflaster sind Linien eingelassen, ein Stadtplan, der strahlenförmig von einem Zentrum ausgeht. Das ist Antoni Rovira i Trias, und das ist die Stadt, die er Barcelona schenken wollte.
Mitte des 19. Jahrhunderts erstickte Barcelona hinter seinen mittelalterlichen Mauern. Als sie endlich fallen durften, schrieb die Stadt 1859 einen Wettbewerb für die Erweiterung aus, die Eixample. Rovira i Trias, ein Architekt aus Barcelona und damals ein angesehener Mann, gewann ihn mit einem Plan, der wie ein Fächer von der Altstadt ausging, mit großen Boulevards und Plätzen.
Doch dann kam Madrid. Die Zentralregierung entschied sich für einen anderen Entwurf, den Plan des Ingenieurs Ildefons Cerdà, ein riesiges, gleichmäßiges Raster mit abgeschrägten Ecken. Das ist die Eixample, die du heute kennst, mit dem Passeig de Gràcia und den Häuserblöcken, die von oben aussehen wie Waffeln. In Barcelona empfanden viele das als Einmischung von oben, und Rovira i Trias blieb der Mann, der gewonnen hatte und trotzdem verlor.
Aber er hat seine Spuren hinterlassen. Den Glockenturm auf der Plaça de la Vila, an dem du vorhin standest, hat er entworfen, und unten in der Stadt den großen eisernen Mercat de Sant Antoni. Und hier in Gràcia hat man ihm diesen Platz gewidmet, mit einem Denkmal, das kein Held auf einem Sockel ist, sondern ein Nachbar auf einer Bank, der über seinen Traum nachdenkt.
Setz dich ruhig neben ihn, das machen alle. Und wenn du auf den Plan im Boden schaust, stell dir vor, wie anders Barcelona aussehen könnte, mit Fächern statt Rastern. Jetzt wird es steiler: Geh weiter nach Norden bis zur Travessera de Dalt und dann hinüber zur Carrer de Larrard, der Straße, die direkt zum Park Güell hinaufführt.