Plaça de la Revolució und Mercat de l'Abaceria: Ein Platz für eine Revolution

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Ein langer, rechteckiger Platz, eingerahmt von niedrigen Häusern, mit Bänken und ein paar Bäumen. Familien mit Kinderwagen, ältere Herren beim Zeitungslesen, Studenten mit Kaffee. Und dann schaust du auf das Straßenschild und liest: Plaça de la Revolució de Setembre de 1868.

Key Facts

PlacePlaça de la Revolució und Mercat de l'Abaceria: Ein Platz für eine Revolution
AddressPlaça de la Revolució de Setembre de 1868, 08012 Barcelona, Spain
Geo Coordinates41.40270, 2.15810
Part of WalkGràcia in Barcelona: Plätze, Märkte, Casa Vicens und der Park Güell
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Ein langer, rechteckiger Platz, eingerahmt von niedrigen Häusern, mit Bänken und ein paar Bäumen. Familien mit Kinderwagen, ältere Herren beim Zeitungslesen, Studenten mit Kaffee. Und dann schaust du auf das Straßenschild und liest: Plaça de la Revolució de Setembre de 1868. Einer der längsten Platznamen der Stadt, für einen der friedlichsten Plätze.

Im September 1868 erhoben sich in Spanien Generäle, Liberale und Republikaner gegen Königin Isabella II., die nach Frankreich fliehen musste. Die Spanier nennen dieses Ereignis La Gloriosa, die Glorreiche Revolution. Es folgten sechs wilde Jahre mit einer neuen Verfassung, einem importierten König aus Italien und sogar einer kurzlebigen Republik. In Gràcia, dem Dorf der Republikaner, war die Begeisterung groß, und so taufte man diesen Platz nach dem Ereignis, das alles in Bewegung brachte.

Die Leute hier nennen ihn einfach la Revolució. Und das ist typisch für Gràcia: große Geschichte, klein und alltäglich gemacht. Wo anderswo Denkmäler auf Sockeln stehen, spielen hier Kinder Fußball zwischen den Bänken, und die Revolution ist der Ort, an dem man sich nach der Arbeit auf ein Bier trifft.

Gleich an der Ecke, an der Travessera de Gràcia, liegt der zweite große Markt des Viertels, der Mercat de l'Abaceria Central. Er geht auf das Jahr 1892 zurück, und sein Name erzählt schon, worum es geht: Eine abaceria ist ein altes katalanisches Wort für einen Laden mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Hier kaufen die Leute aus der Nachbarschaft, nicht die Touristen, und genau deshalb lohnt sich ein Blick hinein. Am Samstagvormittag ist es am vollsten, wenn halb Gràcia mit Einkaufswagen und Gesprächsstoff unterwegs ist.

Zwei Märkte, ein Rathaus, ein eigener Glockenturm, eigene Feste... Gràcia hatte alles, was eine Stadt braucht. Kein Wunder, dass viele hier die Eingemeindung von 1897 nie ganz verziehen haben. Geh jetzt nach Norden, durch die Nachbargassen, bis zu einem Platz mit einer Kirche und einem Namen, der bis nach Peru führt.

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