Park Güell: Pförtnerhäuser, Drache und die Halle der hundert Säulen
Why is it significant?
Zwei Häuschen rahmen das Tor, mit welligen Dächern aus Bruchkeramik, weißen Kuppeln und Türmchen, die wie Pilze aussehen. Vor dir steigt eine doppelte Freitreppe an, und mitten darauf liegt ein bunter Drache aus Kachelscherben, der Wasser speit und geduldig für tausend Fotos pro Stunde stillhält.
Key Facts
| Place | Park Güell: Pförtnerhäuser, Drache und die Halle der hundert Säulen |
|---|---|
| Address | Carrer d'Olot 5, 08024 Barcelona, Spain |
| Geo Coordinates | 41.41310, 2.15260 |
| Part of Walk | Gràcia in Barcelona: Plätze, Märkte, Casa Vicens und der Park Güell |
| Generated | Generated |
Zwei Häuschen rahmen das Tor, mit welligen Dächern aus Bruchkeramik, weißen Kuppeln und Türmchen, die wie Pilze aussehen. Vor dir steigt eine doppelte Freitreppe an, und mitten darauf liegt ein bunter Drache aus Kachelscherben, der Wasser speit und geduldig für tausend Fotos pro Stunde stillhält. Willkommen im Park Güell.
Eines der Häuschen war für den Pförtner gedacht, das andere als Empfang für Besucher. Man sagt, Gaudí habe sich von Humperdincks Oper Hänsel und Gretel inspirieren lassen, und wenn du die Dächer ansiehst, glaubst du das sofort. Ob es wirklich stimmt, ist nicht sicher belegt. Aber ein Pfefferkuchenhaus am Eingang einer Gartenstadt, das wäre ganz nach Gaudís Geschmack gewesen.
Die Treppe führt hinauf zu einer Halle mit Dutzenden dorischer Säulen, ein ganzer Wald aus Stein. Hier sollte der Markt der Siedlung stattfinden. Die Säulen sind nicht nur Dekoration: Sie tragen den großen Platz darüber, und durch einige von ihnen läuft das Regenwasser in eine Zisterne unter der Treppe. Der Drache ist also, wenn man so will, auch ein Teil der Wasserleitung.
Oben auf dem Platz windet sich die berühmte lange Bank um den Rand wie eine Schlange, bedeckt mit Scherben aus Keramik und Glas. Viele dieser Mosaike stammen von Josep Maria Jujol, demselben Jujol, dessen Brunnen auf der Plaça d'Espanya steht. Er setzte Bruchstücke von Tellern, Flaschen und Fliesen zusammen und kratzte manchmal sogar kleine Zeichen und Worte hinein. Schau genau hin, und du findest Muster, die aussehen wie Sterne, Blumen oder Gesichter.
1922 kaufte die Stadt Barcelona den Park von der Familie Güell, und wenige Jahre später wurde er als öffentlicher Park eröffnet. Aus der Gartenstadt für Reiche wurde ein Garten für alle, und seit 1984 gehört er zum UNESCO-Welterbe. Zum Schluss geh noch ein kleines Stück weiter, an der Säulenhalle vorbei, zu einem rosafarbenen Haus mit einem spitzen Turm. Dort hat der Mann gewohnt, der all das erdacht hat.