Casa-Museu Gaudí: Das Haus, in dem Gaudí zwanzig Jahre lebte

Why is it significant?

Ein rosafarbenes Haus, umgeben von Bäumen, und darauf ein schlanker, spitzer Turm. Es sieht freundlich aus, beinahe bescheiden, verglichen mit dem Drachen und den Mosaiken weiter unten. Und genau das passt zu dem Mann, der hier gewohnt hat.

Key Facts

PlaceCasa-Museu Gaudí: Das Haus, in dem Gaudí zwanzig Jahre lebte
AddressCarretera del Carmel 23A, 08024 Barcelona, Spain
Geo Coordinates41.41440, 2.15360
Part of WalkGràcia in Barcelona: Plätze, Märkte, Casa Vicens und der Park Güell
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Ein rosafarbenes Haus, umgeben von Bäumen, und darauf ein schlanker, spitzer Turm. Es sieht freundlich aus, beinahe bescheiden, verglichen mit dem Drachen und den Mosaiken weiter unten. Und genau das passt zu dem Mann, der hier gewohnt hat.

Gebaut hat das Haus nicht Gaudí selbst, sondern sein treuer Mitarbeiter Francesc Berenguer, derselbe Berenguer, der den Mercat de la Llibertat entworfen hat. Es sollte ein Musterhaus sein, damit Kaufinteressenten sehen konnten, wie schön man in der Gartenstadt wohnen würde. Nur kam niemand. Also kaufte Gaudí es 1906 selbst und zog mit seinem alten Vater und seiner Nichte ein.

Glück brachte ihm das Haus nicht nur. Sein Vater starb noch im selben Jahr, die Nichte einige Jahre später. Gaudí blieb, immer einsamer, immer frommer, und widmete sich fast nur noch einem Werk: der Sagrada Família. Ende 1925 zog er ganz in seine Werkstatt auf der Baustelle. Im Juni 1926 wurde er auf dem Weg zur Kirche von einer Straßenbahn erfasst und starb wenige Tage später, so ärmlich gekleidet, dass man ihn zunächst für einen Bettler hielt.

Seit 1963 ist das Haus ein Museum. Drinnen findest du Möbel, die Gaudí für andere Häuser entworfen hat, geschwungene Stühle und Bänke, die sich an den Körper schmiegen, und sein schlichtes Schlafzimmer mit einem einfachen Bett. Ein Mann, der Paläste für die Reichsten der Stadt baute, lebte selbst wie ein Mönch, umgeben von einem Park, der eigentlich niemandem gefallen wollte.

Und damit endet dein Spaziergang. Du bist vom Marmorhaus am Passeig de Gràcia durch ein Dorf gegangen, das nie Teil der Stadt sein wollte, über Plätze voller Revolutionen, Romane und vergessener Pläne, bis hinauf auf den kahlen Berg, der zum Garten wurde. Wenn du noch Kraft hast, steig zum höchsten Punkt des Parks hinauf, dem Hügel der drei Kreuze. Von dort liegt Barcelona dir zu Füßen, von Gràcia bis zum Meer.

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