Sagrada Família, Glorienfassade: die Baustelle der Jahrhunderte
Why is it significant?
Hier an der Carrer de Mallorca siehst du Kräne, Gerüste und Beton: Das ist die Glorienfassade, die künftige Hauptfassade der Sagrada Família, und die Baustelle ist noch in vollem Gang. Leg den Kopf in den Nacken und zähl die Türme, die über dir aufragen.
Key Facts
| Place | Sagrada Família, Glorienfassade: die Baustelle der Jahrhunderte |
|---|---|
| Address | Carrer de Mallorca 401, 08013 Barcelona, Spain |
| Geo Coordinates | 41.40310, 2.17490 |
| Part of Walk | Gaudí und der Modernisme in Barcelona: vom Passeig de Gràcia zur Sagrada Família |
| Generated | Generated |
Hier an der Carrer de Mallorca siehst du Kräne, Gerüste und Beton: Das ist die Glorienfassade, die künftige Hauptfassade der Sagrada Família, und die Baustelle ist noch in vollem Gang. Leg den Kopf in den Nacken und zähl die Türme, die über dir aufragen.
Achtzehn Türme sind geplant: zwölf für die Apostel, vier für die Evangelisten, einer für Maria und in der Mitte, der höchste von allen, einer für Jesus Christus. 2021 wurde der Marienturm mit einem leuchtenden Stern gekrönt, und auch die Türme der vier Evangelisten wurden in den letzten Jahren vollendet. Wenn die Stadt bei Nacht leuchtet, kannst du den Stern von vielen Stellen aus sehen.
Der mittlere Turm nähert sich seiner Vollendung. Mit geplanten 172,5 Metern soll er der höchste Kirchturm der Welt werden, höher als das Ulmer Münster, das mit gut 161 Metern lange den Rekord hielt. Die Legende sagt, Gaudí habe seine Kirche bewusst niedriger halten wollen als den Hausberg Montjuïc, denn ein Menschenwerk dürfe das Werk Gottes nicht übertreffen.
Diese Fassade ist auch ein Streitpunkt. Nach den Plänen soll eine große Freitreppe über die Carrer de Mallorca hinweg zum Eingang führen, und dafür müssten Wohnhäuser auf der anderen Straßenseite weichen. Die Bewohner dort wehren sich seit Jahren, und Stadt und Bauträger verhandeln. Eine Kirche, die seit 1882 wächst, stößt eben irgendwann an eine Stadt, die nicht stillsteht. Gaudí selbst hinterließ für diese Fassade nur Skizzen und Ideen, und so wird hier am meisten interpretiert.
Finanziert wird der Bau übrigens bis heute vor allem durch Spenden und die Eintrittsgelder der Besucher, so wie Gaudí es wollte: eine Sühnekirche, getragen von den Gläubigen und nicht vom Staat. Er soll auf die Frage, wann alles fertig sei, geantwortet haben: Mein Auftraggeber hat es nicht eilig. Geh jetzt um die Ecke zur Carrer de la Marina und auf den Platz mit dem Teich: Dort steht die Fassade, die Gaudí selbst noch gebaut hat.