Sarphatipark: Der Arzt, der Amsterdam Brot gab
Why is it significant?
Lass den Lärm des Marktes hinter dir: Rasen, ein Teich mit Enten, alte Bäume, Jogger und Leute auf Picknickdecken. Am westlichen Ende des Parks steht ein reich verzierter Brunnen mit der Büste eines Mannes.
Key Facts
| Place | Sarphatipark: Der Arzt, der Amsterdam Brot gab |
|---|---|
| Address | Sarphatipark, 1073 Amsterdam, Netherlands |
| Geo Coordinates | 52.35440, 4.89640 |
| Part of Walk | Amsterdam De Pijp: Bier, Hering und Stroopwafel am Albert-Cuyp-Markt |
| Generated | Generated |
Lass den Lärm des Marktes hinter dir: Rasen, ein Teich mit Enten, alte Bäume, Jogger und Leute auf Picknickdecken. Am westlichen Ende des Parks steht ein reich verzierter Brunnen mit der Büste eines Mannes. Er hat mehr für diese Stadt getan, als die meisten Amsterdamer ahnen, und vieles davon hat mit Essen zu tun.
Samuel Sarphati, 1813 in einer jüdischen Familie portugiesischer Herkunft geboren, war Arzt. Und als Arzt sah er, woran die Armen krank wurden: an verschmutztem Wasser, an Unrat in den Grachten und an schlechtem, gestrecktem Brot. Statt nur zu klagen, gründete er Unternehmen. Er sorgte dafür, dass der Müll der Stadt abgeholt und als Dünger verkauft wurde, und er gründete eine Brotfabrik, die sauberes, bezahlbares Brot in großen Mengen backte.
Damit fing er erst an. Sarphati trieb den Bau des Paleis voor Volksvlijt voran, eines riesigen Ausstellungspalastes aus Glas und Eisen, und er stand hinter dem Amstel Hotel, einem Grandhotel von Weltformat. Er träumte von einer Stadt, die über ihre engen alten Grenzen hinauswächst, und genau in so einem neuen Viertel stehst du jetzt. Den Park legte die Stadt erst in den 1880er-Jahren an, fast zwanzig Jahre nach seinem Tod, und gab ihm seinen Namen.
Im Zweiten Weltkrieg wollten die deutschen Besatzer diesen jüdischen Namen aus dem Stadtbild tilgen. Der Park wurde in Bolpark umbenannt, nach dem Maler Ferdinand Bol, dessen Straße du vorhin entlanggegangen bist. Nach der Befreiung bekam er seinen alten Namen zurück. Eine kleine Geste, angesichts dessen, was den jüdischen Familien von De Pijp und ganz Amsterdam in diesen Jahren angetan wurde... aber eine, die bis heute zählt.
Vielleicht ist das die schönste Pointe dieses Spaziergangs: Ein Arzt, der begriffen hatte, dass eine gesunde Stadt mit einem guten, ehrlichen Brot beginnt, bekam seinen Park ausgerechnet im Viertel der Märkte. Setz dich ruhig kurz auf eine Bank. Dann verlass den Park an seiner Ostseite und geh zur Van Woustraat, dort, wo sie die Ceintuurbaan kreuzt.