Albert-Cuyp-Markt: Stroopwafel und Poffertjes

Why is it significant?

Folg einfach deiner Nase: Irgendwo hier zischt ein Waffeleisen. Der Bäcker drückt eine Teigkugel flach, backt eine hauchdünne Waffel, schneidet sie noch heiß mit einem Messer waagerecht in zwei Scheiben und streicht warmen, dunklen Sirup dazwischen.

Key Facts

PlaceAlbert-Cuyp-Markt: Stroopwafel und Poffertjes
AddressAlbert Cuypstraat, 1073 Amsterdam, Netherlands
Geo Coordinates52.35660, 4.89900
Part of WalkAmsterdam De Pijp: Bier, Hering und Stroopwafel am Albert-Cuyp-Markt
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Folg einfach deiner Nase: Irgendwo hier zischt ein Waffeleisen. Der Bäcker drückt eine Teigkugel flach, backt eine hauchdünne Waffel, schneidet sie noch heiß mit einem Messer waagerecht in zwei Scheiben und streicht warmen, dunklen Sirup dazwischen. Dann klappt er sie zusammen und reicht sie dir, so warm, dass der Karamell an den Rändern hervorquillt.

Die Stroopwafel, die Sirupwaffel, stammt aus Gouda, der Käsestadt südlich von Amsterdam. Die bekannteste Geschichte nennt einen Bäcker namens Gerard Kamphuisen, der sie um 1810 erfunden haben soll. Die Idee dahinter war wohl so einfach wie genial: Bäcker kratzten Krümel und Teigreste zusammen, süßten sie mit Sirup und machten daraus etwas Neues. Ein Resteessen also, genau wie der Kibbeling eben, nur mit Zucker statt mit Fisch. Lange war sie eine Spezialität aus Gouda, erst im 20. Jahrhundert eroberte sie das ganze Land.

Ein Tipp unter Freunden, den jedes Kind in den Niederlanden kennt: Leg eine abgepackte Stroopwafel oben auf deine heiße Tasse Kaffee oder Tee. Nach ein, zwei Minuten wird der Sirup weich, die Waffel biegt sich ein wenig, und sie schmeckt fast wie frisch gebacken. Manche tunken sie auch direkt hinein... aber dabei schütteln Puristen den Kopf.

Und wenn du an einem Stand eine schwere Platte mit Dutzenden kleiner runder Mulden siehst: Das sind Poffertjes. Winzige, luftige Pfannkuchen, traditionell mit Buchweizenmehl und Hefe gemacht, mit einer kleinen Gabel in Windeseile gewendet und mit einem Stück Butter und einem Berg Puderzucker serviert. Früher waren sie die Krönung jeder Kirmes. Hier bekommst du sie einfach so, an einem ganz normalen Markttag, mitten zwischen Gemüse und Fahrradschlössern.

Schau dich auf diesem Teil des Marktes noch einmal genau um. Neben Gouda und Stroopwafeln liegen Okra, Kochbananen, Maniok, Sambal, frische Minze und Fladenbrot. Die niederländische Küche ist längst nicht mehr nur Hering und Kartoffeln, und wie das kam, hörst du gleich. Geh zuerst nach Süden, nur eine Querstraße weiter, in den grünen Park mitten im Viertel.

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