Am Ufer der Amstel: Der Fluss, der Stadt und Bier den Namen gab
Why is it significant?
Stell dich ans Ufer und schau dem Wasser zu: Ruderboote, Hausboote, ein Ausflugsschiff, Möwen über der Brücke. Die Amstel fließt hier breit und ruhig nach Norden, mitten hinein in die Stadt.
Key Facts
| Place | Am Ufer der Amstel: Der Fluss, der Stadt und Bier den Namen gab |
|---|---|
| Address | Amsteldijk, 1074 Amsterdam, Netherlands |
| Geo Coordinates | 52.35600, 4.90560 |
| Part of Walk | Amsterdam De Pijp: Bier, Hering und Stroopwafel am Albert-Cuyp-Markt |
| Generated | Generated |
Stell dich ans Ufer und schau dem Wasser zu: Ruderboote, Hausboote, ein Ausflugsschiff, Möwen über der Brücke. Die Amstel fließt hier breit und ruhig nach Norden, mitten hinein in die Stadt. Neben dir verbindet die Nieuwe Amstelbrug De Pijp mit dem Ostufer, und nirgends siehst du den Fluss so schön in seiner ganzen Breite. Ohne diesen Fluss gäbe es kein Amsterdam... und, wie du gleich hörst, auch ein ziemlich bekanntes Bier nicht.
Im 13. Jahrhundert bauten Bauern und Fischer dort, wo die Amstel in das IJ mündete, einen Damm, um das Wasser des Meeresarms fernzuhalten. Die Siedlung daran hieß Amstelredamme, der Damm in der Amstel. 1275 taucht sie zum ersten Mal in einer Urkunde auf, als Graf Floris V. ihren Bewohnern Zollfreiheit gewährte. Am Damm wurden Waren von Flussbooten auf Seeschiffe umgeladen, und genau daraus wuchs der Handel der jungen Stadt. Aus Amstelredamme wurde Amsterdam, und der alte Damm ist heute der Dam, der große Platz vor dem Königspalast.
1870 gründeten zwei Unternehmer ganz in der Nähe, an der Mauritskade, eine Brauerei und nannten sie nach dem Fluss: Amstel. Man erzählt, der Ort sei mit Bedacht gewählt worden. Im Winter fror die Amstel oft zu, und das Eis aus dem Fluss soll in den Kellern der Brauerei das Bier gekühlt haben. Untergäriges Lagerbier braucht Kälte, und Kühlmaschinen waren damals noch eine teure Seltenheit.
Amstel und Heineken waren jahrzehntelang Rivalen, zwei große Brauereien, keine zwei Kilometer voneinander entfernt. 1968 übernahm Heineken den Konkurrenten, und 1982 schloss auch die Amstel-Brauerei in der Stadt ihre Tore. Die Marke lebt weiter, gebraut wird längst anderswo. So schließt sich ein Kreis: Du hast diesen Spaziergang an einer Brauerei ohne Brauen begonnen, und ganz in der Nähe stand die zweite.
Schau jetzt flussabwärts nach Norden. Am anderen Ufer erkennst du schon ein großes, helles Gebäude mit einem Dach, das eher nach Paris aussieht. Geh am Wasser entlang dorthin, über die Brücke, zum letzten Halt. Es war das Herzensprojekt des Mannes, dessen Park du vorhin besucht hast.