Amstel Hotel: Sarphatis Grandhotel am Fluss
Why is it significant?
Da steht es, breit und selbstbewusst am Wasser: das Amstel Hotel, mit heller Fassade, hohen Fenstern und einem Mansarddach, das eher nach Paris als nach Amsterdam aussieht. Die Amsterdamer nennen es einfach het Amstel, und mehr muss man dazu nicht sagen.
Key Facts
| Place | Amstel Hotel: Sarphatis Grandhotel am Fluss |
|---|---|
| Address | Professor Tulpplein 1, 1018 GX Amsterdam, Netherlands |
| Geo Coordinates | 52.36010, 4.90520 |
| Part of Walk | Amsterdam De Pijp: Bier, Hering und Stroopwafel am Albert-Cuyp-Markt |
| Generated | Generated |
Da steht es, breit und selbstbewusst am Wasser: das Amstel Hotel, mit heller Fassade, hohen Fenstern und einem Mansarddach, das eher nach Paris als nach Amsterdam aussieht. Die Amsterdamer nennen es einfach het Amstel, und mehr muss man dazu nicht sagen.
Die Idee stammte von Samuel Sarphati, dem Arzt aus dem Park. Amsterdam war Mitte des 19. Jahrhunderts eine Stadt im Dornröschenschlaf, ärmer als in ihrer großen Zeit, und Sarphati war überzeugt, sie brauche ein Hotel von Weltformat, um reiche Reisende anzulocken. Der Architekt Cornelis Outshoorn entwarf den Bau. Doch Sarphati starb 1866 und erlebte die Eröffnung im Jahr 1867 nicht mehr. Spötter fanden das Haus ohnehin viel zu groß für eine Stadt, in die damals kaum jemand zum Vergnügen reiste.
1867 war überhaupt ein gutes Jahr für Amsterdamer Genießer. Im selben Jahr, in dem hier die ersten Gäste in ihre Betten sanken, ließ Gerard Adriaan Heineken an der Stadhouderskade seine neue Brauerei bauen, den Ort, an dem du heute losgegangen bist. Bier für die Arbeiter, Champagner für die Reichen, und beides nur einen kurzen Spaziergang voneinander entfernt. Das Grandhotel wurde rasch zur ersten Adresse für Diplomaten, Künstler und gekrönte Häupter auf Reisen.
Wenn du an diesen Kontrast denkst, verstehst du De Pijp besser. Ein paar Hundert Meter von hier lebten Familien in engen Wohnungen und kauften ihren Hering auf dem Markt, während am Fluss in Silber serviert wurde. Sarphati sah darin keinen Widerspruch. Für ihn gehörten ein billiges, gesundes Brot für die Armen und ein prächtiges Hotel für die Welt zum selben Plan: einer Stadt, die wieder aufwacht.
Damit endet dein Streifzug durch De Pijp. Du hast eine Brauerei gesehen, Hering und Kibbeling, Bitterballen, Stroopwafels und Poffertjes kennengelernt, die Spuren von Java, Surinam und Marokko in einer einzigen Straße, einen Arbeiterpalast, einen Diamanten und einen Fluss. Und wenn du jetzt Hunger hast... du weißt ja, wo der Markt ist.