Stephansplatz & Café Hawelka: Der Mythos der Buchteln und Künstler
Why is it significant?
Biege vom Stephansplatz mit seinem majestätischen gotischen Dom in die schmale Dorotheergasse ein und öffne die alte Holztür des Café Hawelka.
Key Facts
| Place | Stephansplatz & Café Hawelka: Der Mythos der Buchteln und Künstler |
|---|---|
| Address | Dorotheergasse 6, 1010 Wien, Austria |
| Geo Coordinates | 48.20810, 16.36980 |
| Part of Walk | Wiener Melange: Kaffeehauskultur, Sezession und Ringstraßen-Eleganz |
| Generated | Generated |
Biege vom Stephansplatz mit seinem majestätischen gotischen Dom in die schmale Dorotheergasse ein und öffne die alte Holztür des Café Hawelka. Drinnen empfängt dich ein gedämpftes, bernsteinfarbenes Licht: Abgewetzte Thonet-Stühle, dunkel vergilbte Tapeten voller originaler Künstlerplakate und das leise Murmeln der Gäste schaffen eine Atmosphäre, die seit den neunzehnhundertdreißiger Jahren vollkommen unberührt geblieben scheint.
Leopold und Josefine Hawelka führten dieses Lokal über ein halbes Jahrhundert hinweg persönlich mit legendärer Herzlichkeit. In den fünfziger und sechziger Jahren wurde das Café zum Treffpunkt der Wiener Avantgarde, von Friedensreich Hundertwasser und Ernst Fuchs bis hin zu Schauspielern und Schriftstellern, die hier bis tief in die Nacht bei Kaffee und Zigaretten philosophierten.
Punkt zweiundzwanzig Uhr geschah jeden Abend das wahre Wunder: Josefine Hawelka brachte ofenfrische, dampfende Buchteln mit süßer Pflaumenmusfüllung aus der winzigen Küche, deren herrlicher Duft die gesamte Gasse erfüllte und selbst die skeptischsten Kritiker verstummen ließ.
Tritt wieder ins Freie und folge der eleganten Kärntner Straße in Richtung der weltberühmten Wiener Staatsoper.