Takeshita-Straße: Die Welthauptstadt der Kawaii-Kultur

Why is it significant?

Treten Sie unter dem blinkenden Leuchtbogen der Takeshita-dori hindurch und lassen Sie sich vom wirbelnden Farbenmeer dieser dreihundertfünfzig Meter langen Fußgängerzone mitreißen.

Key Facts

PlaceTakeshita-Straße: Die Welthauptstadt der Kawaii-Kultur
Address1-19 Jingumae, Shibuya City, Tokyo 150-0001, Japan
Geo Coordinates35.67100, 139.70550
Part of WalkTokio: Shibuya und Harajuku, Neonmetropole und Meiji-Schrein
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Treten Sie unter dem blinkenden Leuchtbogen der Takeshita-dori hindurch und lassen Sie sich vom wirbelnden Farbenmeer dieser dreihundertfünfzig Meter langen Fußgängerzone mitreißen. Weltweit als Mekka der Kawaii-Kultur gefeiert – jenem japanischen Schönheitsideal des 'Niedlichen', 'Süßen' und 'Liebenswerten' –, platzt diese Gasse aus allen Nähten mit Boutiquen für Pastellperücken, Gothic-Lolita-Kleidern, glitzernden Accessoires und Purikura-Fotokabinen, in denen Jugendliche ihre Porträts mit digitalen Filtern verzieren. An Wochenenden herrscht hier ein so reger Besucherandrang, dass man sich nur im gemächlichen Schritttempo durch das bunte Gedränge treiben lassen kann.

Der Aufstieg der Straße begann in den späten neunzehnhundertsiebziger Jahren mit alternativer Importmode und den ersten japanisch interpretierten Crêperien nach französischem Vorbild. In Spitztüten aus Papier gerollt und mit frischen Erdbeeren, Sahne und Matcha-Kuchenstückchen gefüllt, wurden diese Crêpes zum süßen Kultsymbol eines jeden Harajuku-Besuchs. Die Auslagen der kleinen Läden sind übervoll mit schrillen Accessoires, bonbonfarbenen Kleidungsstücken und fantasievollen Schmuckstücken aller Art. Zahlreiche Boutiquen bieten ausgefallene Souvenirs, bunte Textilien und verspielte Schmuckstücke an, die man in dieser Vielfalt nirgendwo sonst auf der Welt findet. Bunte Leuchtreklamen weisen den Weg in die fantasievoll dekorierten Ladenwelten.

In den achtziger und neunziger Jahren erfand die Jugend hier Modestile wie Takenoko-zoku, Decora und Fairy Kei: Mit Dutzenden bunten Haarspangen, Tüllröcken und angenähten Plüschtieren feierten sie eine farbenfrohe Hymne auf die persönliche Ausdrucksfreiheit inmitten einer sonst stark reglementierten Gesellschaft. Diese Straße wurde zum globalen Symbol für unbeschwerte Lebensfreude, modischen Wagemut und die Feier des Außergewöhnlichen in einer sonst disziplinierten Gesellschaft.

Weltstars der Popmusik wie Lady Gaga und Gwen Stefani besuchten diese Gasse regelmäßig, um sich für ihre spektakulären Bühnenkostüme und Musikvideos inspirieren zu lassen. Der Duft frisch gebackener Crêpes und süßer Waffeln weht ununterbrochen durch die Luft und begleitet die Besucher auf Schritt und Tritt.

Biegen Sie nach Norden in den ruhigen, baumbestandenen Pfad ab, der zum Togo-Schrein führt.

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