Piazza Mattei & Fontana delle Tartarughe: Der Schildkrötenbrunnen
Why is it significant?
Tritt ein in die stille, adlige Piazza Mattei und bewundere die filigrane Schönheit der Fontana delle Tartarughe. Dieser Brunnen gilt unter Kunsthistorikern als einer der elegantesten Renaissancebrunnen Italiens.
Key Facts
| Place | Piazza Mattei & Fontana delle Tartarughe: Der Schildkrötenbrunnen |
|---|---|
| Address | Piazza Mattei, 00186 Roma |
| Geo Coordinates | 41.89380, 12.47760 |
| Part of Walk | Geheimes Antikes Rom: Kaiserpaläste, Schattengänge und der Circus Maximus |
| Generated | Generated |
Tritt ein in die stille, adlige Piazza Mattei und bewundere die filigrane Schönheit der Fontana delle Tartarughe. Dieser Brunnen gilt unter Kunsthistorikern als einer der elegantesten Renaissancebrunnen Italiens. Geschaffen zwischen fünfzehnhunderteinundachtzig und fünfzehnhundertachtundachtzig von Giacomo della Porta und Bildhauer Taddeo Landini, zeigt er vier bronzene Jünglinge, die Delfine unter ihren Füßen bändigen und Schildkröten ins obere Becken heben.
Die zarten Schildkröten aus Bronze gehörten gar nicht zum ursprünglichen Entwurf. Erst fast ein Jahrhundert später, im Jahr sechzehnhundertachtundfünfzig, fügte Meister Gian Lorenzo Bernini bei einer Restaurierung die vier Kriechtiere hinzu, um die ausgestreckten Hände der Jünglinge harmonisch mit dem Beckenrand zu verbinden.
Die römische Stadtlegende erzählt jedoch eine ganz andere, herzerwärmende Geschichte. Der junge Herzog Muzio Mattei verspielte in einer einzigen Nacht sein gesamtes Vermögen beim Kartenspiel. Sein künftiger Schwiegervater löste daraufhin empört die Verlobung mit seiner Tochter auf. Um zu beweisen, dass ein Mattei selbst mittellos mächtiger ist als jeder Bürger, ließ der Herzog diesen prächtigen Brunnen angeblich in einer einzigen Nacht vor den Fenstern seines Palastes errichten.
Am Morgen rief er die Braut ans Fenster, zeigte auf das sprudelnde Meisterwerk und ließ das Fenster anschließend für immer zumauern. Schau hoch zur Fassade des Palazzo Mattei: Das zugemauerte Fenster zeugt bis heute von dieser Legende.