UNESCO an der Place de Fontenoy: Bauhaus in Paris
Why is it significant?
Auf der Place de Fontenoy, hinter der Militärschule, blickst du auf einen weiten Bogen aus Beton und Glas, der auf schlanken Stützen zu schweben scheint. Von oben betrachtet hat das Gebäude die Form eines riesigen Y.
Key Facts
| Place | UNESCO an der Place de Fontenoy: Bauhaus in Paris |
|---|---|
| Address | 7 Place de Fontenoy, 75007 Paris, France |
| Geo Coordinates | 48.85080, 2.30650 |
| Part of Walk | Eiserne Dame und Kaisergrab: Eiffelturm, Trocadéro und Invalidendom in Paris |
| Generated | Generated |
Auf der Place de Fontenoy, hinter der Militärschule, blickst du auf einen weiten Bogen aus Beton und Glas, der auf schlanken Stützen zu schweben scheint. Von oben betrachtet hat das Gebäude die Form eines riesigen Y. Nach so viel Barock und Klassizismus wirkt es wie ein Satz in einer anderen Sprache.
Das ist das Hauptquartier der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, eingeweiht im November 1958. Drei Architekten aus drei Ländern haben es entworfen: der Franzose Bernard Zehrfuss, der Italiener Pier Luigi Nervi, ein Meister des Betons, und Marcel Breuer, ein gebürtiger Ungar, der am Bauhaus in Weimar und Dessau studiert und gelehrt hatte, bevor er Deutschland verließ und schließlich in Amerika arbeitete.
Damit steht hier, mitten im Paris der Könige und Kaiser, ein Stück Bauhaus. Statt Säulen tragen Betonstützen das Haus, die Fassade ist ein Raster aus Glas und Sonnenblenden, alles folgt der Funktion. Für die Kunst holte man die Größten der Zeit: Picasso malte ein riesiges Wandbild, Joan Miró schuf Keramikwände, Henry Moore eine liegende Figur, und der japanisch-amerikanische Künstler Isamu Noguchi legte einen Garten an.
Die Idee hinter dem Haus wurde 1945 formuliert, in den Trümmern des Krieges: Weil Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden. Heute führt die UNESCO die Liste des Welterbes. Auch die Ufer der Seine in Paris stehen seit 1991 darauf, und 2022 wurden sogar das Handwerk und die Kultur des französischen Baguettes als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Der Platz selbst erinnert an eine Schlacht: Fontenoy, im heutigen Belgien, wo Ludwig der Fünfzehnte 1745 siegte. Kriegsnamen und Friedensarbeit, Tür an Tür, typisch für dieses Viertel. Wenn du nun Lust auf ein Baguette bekommen hast, bist du auf dem richtigen Weg: Geh nach Norden, an der Militärschule vorbei und über die Avenue de La Motte-Picquet, bis zur Rue Cler, der Marktstraße des Viertels.