Muralla árabe: Wo Madrid begann
Why is it significant?
Unter der Kathedrale, an einem kleinen grünen Hang, ziehen sich grobe Mauern aus Feuerstein und Kalkstein entlang. Sie sehen unscheinbar aus, fast wie eine Gartenmauer... dabei sind sie das Älteste, was Madrid besitzt. Im 9.
Key Facts
| Place | Muralla árabe: Wo Madrid begann |
|---|---|
| Address | Cuesta de la Vega, 28005 Madrid, Spain |
| Geo Coordinates | 40.41460, -3.71500 |
| Part of Walk | Das Madrid der Habsburger: Von der Puerta del Sol zum Königspalast |
| Generated | Generated |
Unter der Kathedrale, an einem kleinen grünen Hang, ziehen sich grobe Mauern aus Feuerstein und Kalkstein entlang. Sie sehen unscheinbar aus, fast wie eine Gartenmauer... dabei sind sie das Älteste, was Madrid besitzt.
Im 9. Jahrhundert ließ der Emir von Córdoba, Muhammad I., auf diesem Felsen über dem Fluss Manzanares eine Festung bauen. Sie sollte den Weg nach Toledo schützen, gegen die christlichen Königreiche im Norden. Die Siedlung darum herum hieß Mayrit, ein Name, der vermutlich mit Wasser zu tun hat, mit den unterirdischen Kanälen, die die Stadt versorgten. Mayrit war kein großer Ort, eher ein Grenzposten mit Moschee, Häusern und Gärten an den Hängen zum Fluss. Aus Mayrit wurde Madrid.
Um 1085 kam die Stadt unter die Herrschaft des kastilischen Königs Alfons VI. Die Festung blieb, wurde umgebaut und erweitert, und aus ihr wuchs der Alcázar, die Burg der kastilischen Könige. Karl V. ließ ihn vergrößern, und als Philipp II. 1561 den Hof nach Madrid holte, zog er genau dort ein, wo einst die Festung des Emirs gestanden hatte. Die Habsburger regierten ein Weltreich also von einer umgebauten maurischen Burg aus. Wer hier oben stand, sah weit über das Tal und konnte jeden Reiter kommen sehen, der von Norden über den Fluss wollte.
Wenn du genau hinsiehst, erkennst du den Wechsel der Steine: Feuerstein und Kalkstein, Schicht um Schicht. Feuerstein heißt auf Spanisch pedernal, und ein altes Wappenmotto behauptet stolz, Madrid sei auf Feuer gebaut, seine Mauern seien aus Feuer. Gemeint sind wohl die Funken, die Feuerstein schlägt. Die Archäologen entdecken bis heute weitere Abschnitte unter Häusern und Kellern.
Der kleine Park, in dem du stehst, ist nach dem Emir benannt, mit dem alles begann. Seit 1954 steht dieses Mauerstück unter Denkmalschutz, und an Sommerabenden finden auf dem kleinen Platz manchmal Konzerte statt. Jetzt geh die Treppe neben der Mauer hinauf, zurück zur Calle de Bailén. Über dir erhebt sich die Kathedrale der Stadt, und in ihr wohnt eine Madonna, die angeblich genau in dieser Mauer gefunden wurde.