Monumento a Cervantes: Don Quijote auf der Plaza de España

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Vor dir reitet er, mager, aufrecht, die Lanze erhoben: Don Quijote auf seinem klapprigen Rocinante, und neben ihm, rund und gemütlich auf seinem Esel, Sancho Panza.

Key Facts

PlaceMonumento a Cervantes: Don Quijote auf der Plaza de España
AddressPlaza de España, 28008 Madrid, Spain
Geo Coordinates40.42320, -3.71260
Part of WalkSiegesgöttin, Wolkenkratzer und die Kirche der Deutschen: Gran Vía & Malasaña in Madrid
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Vor dir reitet er, mager, aufrecht, die Lanze erhoben: Don Quijote auf seinem klapprigen Rocinante, und neben ihm, rund und gemütlich auf seinem Esel, Sancho Panza. Hinter und über den beiden thront ihr Schöpfer, Miguel de Cervantes, in Stein gehauen, und schaut auf seine Figuren hinab, als würde er sich fragen, was er da angerichtet hat.

Die Idee zu diesem Denkmal entstand rund um 1916, den dreihundertsten Todestag von Cervantes. Entworfen haben es der Architekt Rafael Martínez Zapatero und der Bildhauer Lorenzo Coullaut Valera, gebaut wurde ab 1925. Fertig war es erst Jahrzehnte später: Coullaut Valera starb 1932, und sein Sohn Federico vollendete das Werk in den Fünfzigerjahren. Ganz oben siehst du eine Weltkugel mit lesenden Figuren, ein Bild dafür, dass Cervantes' Sprache die ganze Welt umspannt.

Und hier kommt eine deutsche Geschichte. Kaum ein Land hat den Quijote so begeistert gelesen wie Deutschland. Um 1800 übersetzte Ludwig Tieck den Roman, die Romantiker feierten den traurigen Ritter als Helden der Fantasie gegen eine nüchterne Welt, und Heinrich Heine schrieb 1837 eine berühmte Einleitung zu einer neuen deutschen Ausgabe. Darin erzählt er, wie er den Quijote als Junge im Hofgarten von Düsseldorf las und um den armen Ritter bittere Tränen weinte.

Wenn du um die Gruppe herumgehst, findest du noch zwei Frauenfiguren: Dulcinea, die erträumte Dame des Ritters, und Aldonza Lorenzo, das einfache Bauernmädchen, das sie in Wirklichkeit ist. Ein schöneres Bild für den ganzen Roman gibt es kaum: das Ideal und die Wirklichkeit, Seite an Seite, in Stein. Der Ritter sieht nur die eine, Sancho nur die andere... und Cervantes, ganz oben, sieht beide.

Der Platz selbst ist noch jung. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts stand hier eine Kaserne, der Cuartel de San Gil, erst ihr Abriss machte Raum für die Plaza de España. 2021 wurde der Platz grundlegend umgestaltet, mit mehr Grün und einer Verbindung hinüber zum Tempel von Debod und zum Königspalast. Lass Don Quijote jetzt hinter dir und geh nach Norden, in die lange Calle del Conde Duque.

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