Fuente de Neptuno: Der Meeresgott im Kreisverkehr
Why is it significant?
Mitten im Verkehr steht Neptun auf einem Wagen in Form einer Muschel, gezogen von zwei Seepferden, den Dreizack in der Hand, und um ihn herum spritzt das Wasser, als würde er gleich losfahren. Der Brunnen gehört zu einem großen Plan Karls III. Im 18.
Key Facts
| Place | Fuente de Neptuno: Der Meeresgott im Kreisverkehr |
|---|---|
| Address | Plaza de Cánovas del Castillo, 28014 Madrid, Spain |
| Geo Coordinates | 40.41530, -3.69420 |
| Part of Walk | Madrids Kunstmeile: Von Guernica über den Prado bis zum Kristallpalast im Retiro |
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Mitten im Verkehr steht Neptun auf einem Wagen in Form einer Muschel, gezogen von zwei Seepferden, den Dreizack in der Hand, und um ihn herum spritzt das Wasser, als würde er gleich losfahren.
Der Brunnen gehört zu einem großen Plan Karls III. Im 18. Jahrhundert ließ er den Paseo del Prado, damals eine staubige Senke mit Bächen und Wiesen, zu einem eleganten Salon unter freiem Himmel umbauen. Der Architekt Ventura Rodríguez entwarf drei Brunnen: im Norden Kybele, die Göttin der Erde, im Süden Neptun, den Herrn der Meere, und dazwischen Apollo. Den Neptun meißelte der Bildhauer Juan Pascual de Mena in den 1780er-Jahren. Erde und Meer, und in der Mitte die Kunst... das war die Botschaft. Die Spaziergänger sollten sehen, dass hier ein aufgeklärter König regierte, der Natur, Wissenschaft und Schönheit in eine Ordnung brachte.
Heute hat der Gott eine ganz andere Aufgabe. Wenn Atlético Madrid einen Titel gewinnt, strömen die Fans hierher, klettern auf den Brunnen und feiern bis in den Morgen. Die Anhänger von Real Madrid feiern dagegen ein Stück weiter oben bei der Kybele. So ist die Stadt sogar beim Jubeln sauber aufgeteilt, und jede Seite hat ihre eigene Gottheit.
Dreh dich einmal im Kreis. Auf der einen Seite der Prado, auf der anderen das Thyssen, und ein paar Minuten weiter südlich das Reina Sofía. Die Madrilenen nennen das den Triángulo del Arte, das Goldene Dreieck der Kunst. Seit 2021 gehören der Paseo del Prado und der Retiro zum Welterbe der UNESCO, als Landschaft der Künste und Wissenschaften. Gleich gegenüber steht übrigens das Hotel Palace, 1912 eröffnet, an der Stelle, wo einst der Palast der Herzöge von Medinaceli stand.
Achte beim Weitergehen auf die Platanen: Sie stehen dort, wo zur Zeit Karls III. die Madrilenen abends flanierten, um zu sehen und gesehen zu werden. Damals war das hier der Laufsteg der Stadt: Kutschen, Fächer, Blicke, Gerüchte. Geh nun quer über den Platz zur Ecke im Nordwesten. Dort steht hinter einem Gartengitter ein Palast mit rötlichem Putz.