Harrods: Von der Weltausstellung zur ersten Rolltreppe
Why is it significant?
Vor dir steht ein Kaufhaus wie ein Palast: Terrakotta in warmem Rotbraun, Kuppeln, Fahnen, und am Abend zeichnen Tausende kleiner Glühbirnen jede Linie der Fassade nach. Das ist Harrods, die vielleicht berühmteste Einkaufsadresse der Welt.
Key Facts
| Place | Harrods: Von der Weltausstellung zur ersten Rolltreppe |
|---|---|
| Address | Harrods, 87-135 Brompton Road, London SW1X 7XL, United Kingdom |
| Geo Coordinates | 51.49940, -0.16330 |
| Part of Walk | Albertopolis: Prinz Alberts Traum von Wissenschaft und Kunst in London |
| Generated | Generated |
Vor dir steht ein Kaufhaus wie ein Palast: Terrakotta in warmem Rotbraun, Kuppeln, Fahnen, und am Abend zeichnen Tausende kleiner Glühbirnen jede Linie der Fassade nach. Das ist Harrods, die vielleicht berühmteste Einkaufsadresse der Welt. Und ja, auch dieses Haus gehört zu unserer Geschichte von Prinz Albert, der Weltausstellung und der Technik.
1849 übernahm ein Teehändler namens Charles Henry Harrod hier in Knightsbridge einen kleinen Lebensmittelladen. Die Gegend war damals noch halb ländlich. Doch dann kam 1851, und Millionen Besucher strömten über diese Straße zur Weltausstellung im Hyde Park... ein Glücksfall für jeden Krämer am Weg. Aus dem einen Raum wurde ein Geschäft, aus dem Geschäft im Lauf der Jahrzehnte ein ganzes Kaufhaus. Sein Motto ist bis heute lateinisch: Omnia Omnibus Ubique, alles für alle, überall.
Im Dezember 1883 brannte das Haus vollständig nieder, mitten im Weihnachtsgeschäft. Der Sohn des Gründers, Charles Digby Harrod, versprach seinen Kunden trotzdem, alle Bestellungen pünktlich zu liefern, und er hielt Wort. Das Jahr endete mit einem Rekordumsatz, und der Name war in aller Munde. Das Gebäude, vor dem du stehst, entstand danach Stück für Stück, um 1900 herum.
Und nun zur Technik. Im November 1898 eröffnete Harrods etwas, das London noch nie gesehen hatte: eine Rolltreppe, damals eher ein schräg ansteigendes Förderband aus Leder mit einem Handlauf. Viele Kunden trauten sich kaum hinauf. Also stand oben ein Angestellter bereit und bot den Mutigen nach der Fahrt ein Glas Brandy oder Riechsalz zur Erholung an. Fortschritt für alle, ganz wie Albert es wollte, nur mit einer kleinen Stärkung.
Damit endet unser Spaziergang durch Albertopolis. Vom Palast, in dem Victoria geboren wurde, über Leibniz' Briefe, Krupps Stahl und Perkins Farbe bis zur ersten Rolltreppe: Alles hier erzählt von einem Mann aus Coburg, der glaubte, dass Wissen und schöne Dinge allen gehören sollten. Wenn du magst, wirf noch einen Blick in die prachtvollen Lebensmittelhallen... oder spaziere ein paar Minuten nach Norden in den Hyde Park, dorthin, wo einst der Kristallpalast stand.