Matejko-Platz und das Grunwald-Denkmal
Why is it significant?
Tritt auf den weiten Matejko-Platz und blicke hinauf zu dem gewaltigen bronzenen Reiter auf dem hohen Granitsockel: König Władysław II. Jagiełło mit erhobenem Ritterschwert.
Key Facts
| Place | Matejko-Platz und das Grunwald-Denkmal |
|---|---|
| Address | Plac Jana Matejki, 31-157 Kraków, Poland |
| Geo Coordinates | 50.06630, 19.94130 |
| Part of Walk | Der Königsweg von Krakau: Vom Barbakan zum Wawelschloss |
| Generated | Generated |
Tritt auf den weiten Matejko-Platz und blicke hinauf zu dem gewaltigen bronzenen Reiter auf dem hohen Granitsockel: König Władysław II. Jagiełło mit erhobenem Ritterschwert. Zu Füßen des Streitrosses liegt der gefallene Hochmeister des Deutschen Ordens Ulrich von Jungingen, während an der Stirnseite der litauische Großfürst Vytautas wacht. Dies ist das berühmte Grunwald-Denkmal, das im Juli 1910 zum fünfhundertsten Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg von dem Klaviervirtuosen Ignacy Jan Paderewski gestiftet wurde. Du stehst an einem nationalen Gedenkort, der den Polen zur Zeit der Fremdherrschaft neuen Lebensmut schenkte.
Die feierliche Enthüllung im Sommer 1910 geriet zu einer überwältigenden nationalen Kundgebung: Über einhundertfünfzigtausend Menschen aus allen geteilten Landesteilen und der Emigration strömten herbei. Die österreichischen Behörden Galiziens gestatteten im Gegensatz zu Preußen und Russland die Festivitäten, bei denen Paderewski eine glühende Rede hielt. Der Platz wird von den repräsentativen Monumentalbauten der Akademie der Bildenden Künste und der Eisenbahndirektion gerahmt, die ihm ein großstädtisches Flair verleihen.
Die deutschen Besatzer hassten dieses Symbol polnischer Wehrhaftigkeit: Bereits im November 1939 sprengten Pioniere der Wehrmacht das Denkmal mit Dynamit. Die Granitblöcke wurden zu Straßenschotter zertrümmert, doch mutige Krakauer Bürger versteckten Skulpturfragmente und Fotodokumente unter Einsatz ihres Lebens. Nach Originalmodellen des Bildhauers Antoni Wiwulski wurde das Monument 1976 getreu rekonstruiert. Am Fuße des Sockels brennt die ewige Flamme am Grabmal des Unbekannten Soldaten.
Blicke nach Süden: Hinter dem grünen Blätterdach des Planty-Rings erhebt sich die rote Backsteinkrone des gotischen Barbakans. Du stehst genau auf der historischen Achse des festlichen Einzugs in die befestigte Stadt Krakau. Unter den Schatten der Bäume flanieren Studenten der Kunstakademie, die den Namen des großen Malers Jan Matejko trägt.
Überquere die Basztowa-Straße und nähere dich dem grünen Wallgraben der Planty. Vor dir erhebt sich die trutzige Rundfestung des Barbakans, das mittelalterliche Schutzschild Krakaus.