Weichselufer und die Fußgängerbrücke Pater Bernatek
Why is it significant?
Tritt auf den geschwungenen Holzbohlensteg der Kładka Ojca Bernatka, die sich kühn über die Weichsel spannt und Kazimierz mit Podgórze verbindet.
Key Facts
| Place | Weichselufer und die Fußgängerbrücke Pater Bernatek |
|---|---|
| Address | ul. Mostowa, 31-061 Kraków, Poland |
| Geo Coordinates | 50.04600, 19.94350 |
| Part of Walk | Kazimierz: Die jüdische Stadt von Krakau und ihre Synagogen |
| Generated | Generated |
Tritt auf den geschwungenen Holzbohlensteg der Kładka Ojca Bernatka, die sich kühn über die Weichsel spannt und Kazimierz mit Podgórze verbindet. Eingeweiht im Jahr 2010 nach Entwürfen von Architekt Andrzej Getter, besitzt die Stahlbogenkonstruktion eine Spannweite von einhundertfünfundvierzig Metern. Sie ist nach Pater Laetus Bernatek benannt, einem verdienten Mönch des Barmherzige-Brüder-Ordens, der im 19. Jahrhundert das Krankenhaus am jenseitigen Ufer aufbaute. Die Brücke hat die beiden einst getrennten Stadtviertel auf poetische Weise wieder miteinander vereint.
An den Stahlseilen des Bogens schwebt eine faszinierende Freiluftgalerie: zehn balancierende Akrobatenskulpturen des Bildhauers Jerzy Kędziora. Die bronzenen Turner, Seiltänzer und Trapezkünstler scheinen die Gesetze der Schwerkraft zu überwinden und wiegen sich sanft im Wind über den Wellen. An den Drahtseilnetzen des Geländers haben Verliebte aus aller Welt zehntausende Liebesschlösser befestigt und die Schlüssel in den Fluss geworfen. In der Abenddämmerung spiegeln sich die illuminierten Figuren zauberhaft im Wasser der Weichsel.
Die Brücke steht exakt an der Stelle, an der von 1850 bis 1925 die historische Franz-Joseph-Brücke den Fluss überquerte. Auf der Seite von Kazimierz mündet sie in die malerische Mostowa-Straße mit ihren Straßencafés und sanierten Bürgerhäusern. Die Uferboulevards unter der Brücke sind eine Oase für Spaziergänger, Jogger und Radler auf dem Weichselradweg. Der Fluss, der einst trennte, stiftet heute Gemeinschaft und Lebensfreude.
Das Überqueren dieser Brücke schlägt den Bogen von der reichen jüdischen Tradition von Kazimierz zur tragischen Geschichte des Ghettos am anderen Ufer. Kazimierz hat gezeigt, wie aus den Trümmern der Vergangenheit neue kulturelle Blüte und Toleranz erwachsen können. Hier lebt die Erinnerung nicht in Erstarrung, sondern als kreative Kraft.
Hier endet unser Rundgang durch das historische und jüdische Kazimierz. Du hast das alte Weichselbett, die stillen Hallen der sieben Synagogen, die geheiligte Skałka und diesen schwebenden Steg erkundet. Möge der Zauber dieses einzigartigen Viertels dir noch lange im Gedächtnis bleiben. Vielen Dank für diese gemeinsame Entdeckungsreise durch Krakau.