Fronleichnamsbasilika: Gotische Majestät Kasimirs des Großen
Why is it significant?
Blicke hinauf zu den schwindelerregenden Ziegelwänden und gotischen Strebepfeilern der Fronleichnamsbasilika, die das gesamte Viertel majestätisch überragt.
Key Facts
| Place | Fronleichnamsbasilika: Gotische Majestät Kasimirs des Großen |
|---|---|
| Address | ul. Bożego Ciała 26, 31-059 Kraków, Poland |
| Geo Coordinates | 50.04980, 19.94480 |
| Part of Walk | Kazimierz: Die jüdische Stadt von Krakau und ihre Synagogen |
| Generated | Generated |
Blicke hinauf zu den schwindelerregenden Ziegelwänden und gotischen Strebepfeilern der Fronleichnamsbasilika, die das gesamte Viertel majestätisch überragt. Um 1340 von König Kasimir dem Großen persönlich gestiftet, war dieses monumentale Gotteshaus als repräsentative Stadtpfarrkirche von Kazimierz gedacht. Im Jahr 1405 übergab König Władysław II. Jagiełło das Heiligtum den Augustiner-Chorherren vom Lateran, die aus Italien und Böhmen herbeigerufen wurden. Das dreischiffige Bauwerk ist ein Meisterwerk der kleinpolnischen Backsteingotik mit kühnen Kreuzrippengewölben, die von mächtigen Pfeilern emporgetragen werden.
Tritt ein und lass dich verzaubern von der überwältigenden barocken Pracht, die das gotische Mauerwerk im Inneren vollständig ausfüllt. Links im Langhaus segelt eine meisterhafte Kanzel in Schiffsform aus dem Jahr 1750, getragen von goldenen Nixen, Delphinen und schäumenden Meereswogen. Der Chorraum wird von dem monumentalen manieristischen Hochaltar des venezianischen Meisters Tommaso Dolabella aus dem Jahr 1634 beherrscht. Das Chorgestühl der Kanoniker aus dunkelbraunem Nussholz mit reichen Vergoldungen und Schnitzreliefs gehört zu den kostbarsten Kunstwerken des Landes. Hier verschmelzen nordische Backsteingotik und italienische Barockdramatik zu einem unvergleichlichen Gesamtkunstwerk.
Im Querschiff ruht der heilige Stanislaus Kazimierczyk, ein frommer Kanoniker und Gelehrter des 15. Jahrhunderts, den Papst Benedikt XVI. 2010 feierlich heiligsprach. Kazimierczyk war berühmt für seine theologische Klugheit und unermüdliche Fürsorge für die Armen und Kranken von Kazimierz, ungeachtet ihrer Religion oder Herkunft. Während der schwedischen Belagerung Krakaus im Jahr 1655 schlug König Karl X. Gustav hier sein Hauptquartier auf und schonte die Kirche aus tiefer Bewunderung für ihre Schönheit. Gläubige knien noch heute an seinem Altar und erbitten Beistand in schwerer Zeit.
Das anliegende Kloster birgt einen stillen gotischen Kreuzgang und eine historische Bibliothek mit Tausenden wertvollen Inkunabeln und Handschriften. Die Fronleichnamsbasilika verkörpert königliches Stiftungswesen und sakrale Frömmigkeit auf höchstem europäischem Niveau. Sie ist ein Monument ununterbrochener geistlicher Kontinuität über sieben Jahrhunderte polnischer Kirchengeschichte.
Gehe nach Westen durch die Skałeczna-Straße zur Weichsel. Dort erheben sich die Barocktürme der Paulinerkirche auf der Skałka, dem Nationalheiligtum des heiligen Stanislaus.