Blaue Moschee (Sultanahmet Camii)

Why is it significant?

Geh in den großen Innenhof und stell dich unter die Arkaden: Kuppel um Kuppel stapelt sich vor dir wie eine Kaskade, bis hinauf zur mächtigen Hauptkuppel, und an den Ecken stechen sechs Minarette in den Himmel. Tauben flattern über den Brunnen in der Mitte.

Key Facts

PlaceBlaue Moschee (Sultanahmet Camii)
AddressSultan Ahmet, Atmeydanı Cd. No:7, 34122 Fatih/İstanbul, Türkiye
Geo Coordinates41.00540, 28.97690
Part of WalkSultanahmet und Byzanz: Von der Konstantinssäule über den Deutschen Brunnen zur Hagia Sophia in Istanbul
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Geh in den großen Innenhof und stell dich unter die Arkaden: Kuppel um Kuppel stapelt sich vor dir wie eine Kaskade, bis hinauf zur mächtigen Hauptkuppel, und an den Ecken stechen sechs Minarette in den Himmel. Tauben flattern über den Brunnen in der Mitte. Sechs Minarette, das war zu seiner Zeit eine Provokation.

Sultan Ahmed I. war kaum zwanzig, als er 1609 den Bau begann. Große Siege hatte er nicht vorzuweisen, die Kriege gegen Habsburg und Persien waren zäh verlaufen. Trotzdem wollte er eine Moschee, die der Hagia Sophia direkt gegenüber die Stirn bietet. Die Gelehrten murrten, denn eine Sultansmoschee wurde traditionell aus Kriegsbeute bezahlt. Ahmed baute trotzdem, mit Geld aus der Staatskasse. Man erzählt, der junge Sultan habe am Bau selbst Erde getragen, um seine Frömmigkeit zu zeigen. Zur Anlage gehörten außerdem eine Medrese, eine Armenküche, ein Krankenhaus und Läden, eine kleine Stadt rund um das Gebet.

Und die sechs Minarette? Eine beliebte Legende sagt, der Sultan habe goldene Minarette bestellt, altın auf Türkisch, und der Architekt habe altı verstanden, sechs. Andere erzählen, in Mekka habe man danach ein weiteres Minarett bauen müssen, damit die heilige Moschee dort nicht übertroffen werde. Beides sind Geschichten, aber gute. Der Architekt hieß Sedefkâr Mehmed Ağa, ein Schüler Sinans, der als Perlmutt-Einleger angefangen hatte.

Drinnen verstehst du den europäischen Spitznamen: Über zwanzigtausend Fliesen aus İznik bedecken die Wände, vor allem in den oberen Zonen, in Blau, Grün und Türkis, mit Tulpen, Nelken und Zypressen. Licht fällt durch mehr als zweihundert Fenster. Auf Türkisch heißt sie einfach Sultanahmet Camii, und sie gab dem ganzen Viertel seinen Namen.

Ahmed I. starb 1617, nur kurz nach der Fertigstellung, mit 27 Jahren. Er liegt in einer Grabkuppel an der Nordseite der Anlage, zum Park hin. Für deinen Weg: Verlass den Hof in Richtung Park, zur Hagia Sophia hin, und halte dich dann rechts. Dort steht ein langgestrecktes Badehaus mit zwei Kuppelgruppen, gebaut für die mächtigste Frau ihres Jahrhunderts.

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