San Niccolò Oltrarno: Das Dorf in der Stadt

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Die Gasse wird enger, die Häuser rücken zusammen, aus einer offenen Werkstatt riecht es nach Holz und Leim. Vor dir steht eine schlichte Kirche mit einem kleinen Platz davor: San Niccolò Oltrarno, die Pfarrkirche dieses Viertels, das sich bis heute wie ein Dorf am Fuß der Hügel anfühlt.

Key Facts

PlaceSan Niccolò Oltrarno: Das Dorf in der Stadt
AddressVia di San Niccolò, 50125 Firenze FI, Italy
Geo Coordinates43.76460, 11.26120
Part of WalkFlorenz von oben: Gärten, Stadtmauern und San Miniato al Monte
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Die Gasse wird enger, die Häuser rücken zusammen, aus einer offenen Werkstatt riecht es nach Holz und Leim. Vor dir steht eine schlichte Kirche mit einem kleinen Platz davor: San Niccolò Oltrarno, die Pfarrkirche dieses Viertels, das sich bis heute wie ein Dorf am Fuß der Hügel anfühlt.

Mit diesem Ort verbindet sich eine Geschichte über Michelangelo. Als Florenz im August 1530 kapitulierte und die Medici zurückkehrten, musste der Mann, der gegen sie die Mauern befestigt hatte, um sein Leben fürchten. Eine Florentiner Überlieferung sagt, er habe sich im Glockenturm dieser Kirche versteckt, andere vermuten sein Versteck unter der Neuen Sakristei von San Lorenzo. Sicher ist nur: Papst Clemens vergab ihm bald, denn er brauchte ihn für die Gräber seiner Familie.

Schau an den Hauswänden entlang. Hier und da findest du kleine Tafeln mit einer Linie und einem Datum, dem 4. November 1966. Die Markierungen zeigen, wie hoch das Wasser des Arno damals stand, und in diesem tief gelegenen Viertel war es mehr, als ein Mensch groß ist. Die Handwerker verloren Werkzeug, Holz, ganze Werkstätten, und viele haben trotzdem wieder angefangen, genau hier.

Am Abend erwacht die Via di San Niccolò. In den kleinen Lokalen trinkt man ein Glas Chianti, und Florentiner, Studenten und ein paar wenige Reisende stehen draußen auf dem Pflaster. Es ist eines der Viertel, in denen die Stadt noch ganz sich selbst gehört. Wer genau hinsieht, findet hier noch Rahmenmacher, Restauratoren und Schreiner, Berufe, die in der Altstadt fast verschwunden sind.

Und damit schließt sich dein Kreis. Du bist durch Gärten gestiegen, an einer Mauer entlang, die das Land von der Stadt trennt, und hast Florenz von oben gesehen, mit Glyzinien, Rosen, Iris und Olivenbäumen als Begleitern. Geh die Via di San Niccolò weiter bis zum Ende, dann rechts zum Fluss, und von der Brücke, auf der du begonnen hast, schau noch einmal hinauf zu San Miniato... jetzt weißt du, wie es dort oben duftet.

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