Giardino delle Rose: Rosen über den Dächern
Why is it significant?
Hier wird es auf einmal leise. Terrassen fallen sanft zum Fluss hin ab, auf jeder Ebene Rosenbeete und Rosenbögen, dazwischen Olivenbäume und Kieswege, und über allem schwebt die Kuppel des Doms, als gehörte sie dazu. Du bist im Giardino delle Rose, dem Rosengarten von Florenz.
Key Facts
| Place | Giardino delle Rose: Rosen über den Dächern |
|---|---|
| Address | Viale Giuseppe Poggi 2, 50125 Firenze FI, Italy |
| Geo Coordinates | 43.76300, 11.26290 |
| Part of Walk | Florenz von oben: Gärten, Stadtmauern und San Miniato al Monte |
| Generated | Generated |
Hier wird es auf einmal leise. Terrassen fallen sanft zum Fluss hin ab, auf jeder Ebene Rosenbeete und Rosenbögen, dazwischen Olivenbäume und Kieswege, und über allem schwebt die Kuppel des Doms, als gehörte sie dazu. Du bist im Giardino delle Rose, dem Rosengarten von Florenz. Selbst im Hochsommer, wenn die Stadt unten in der Hitze kocht, weht hier oben oft ein leichter Wind.
Auch diesen Garten verdankt die Stadt Giuseppe Poggi, der ihn 1865 zusammen mit seinen Hügelalleen plante. Öffentlich zugänglich wurde er 1895, und seitdem pflegen Gärtner hier Hunderte von Sorten, von alten Duftrosen bis zu modernen Züchtungen, manche kletternd, manche als Busch. Die beste Zeit ist der Mai: Dann blühen die meisten Stöcke zugleich, und der Duft liegt schwer über den Terrassen.
Zwischen den Beeten wirst du merkwürdige Gestalten entdecken. Ein Mann mit Hut, der auf einen Koffer schaut, eine Katze, eine Figur, deren Kopf eine Wolke zu sein scheint. Es sind Bronzeskulpturen des belgischen Künstlers Jean-Michel Folon, die hier aufgestellt wurden, verträumt und ein bisschen melancholisch. Sie wirken, als seien sie selbst nur zu Besuch und hätten vergessen, wieder zu gehen. Folon war einer der bekanntesten Zeichner und Plakatkünstler seiner Zeit und starb 2005.
Ganz am Rand gibt es eine kleine japanische Ecke mit Steinen, Wasser und einer Laterne, ein stiller Winkel, der zeigt, wie weit die Freundschaften dieser Stadt reichen. Und schau auf die Bienen und Schmetterlinge über den Blüten. In einem Garten mitten in der Stadt, ohne Autos und Lärm, finden sie, was ihnen anderswo fehlt.
Rosen sind in Florenz übrigens nie bloß Zierde gewesen. Aus ihren Blüten destillierten die Klosterapotheken Rosenwasser für Medizin und Parfum, und reiche Familien zogen sie in ihren Gärten als Zeichen von Geschmack und Wohlstand. Rosenwasser gehört bis heute zu den klassischen Düften der alten Florentiner Apotheken. Verlass den Garten am unteren Ende und folg der Straße nach Osten, bis die breiten Rampen mit ihren Brunnen und Grotten zum Fluss hinabführen.