Rampe del Poggi und Torre San Niccolò

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Lausch dem Wasser. Es plätschert aus Grotten, fällt über Steinstufen, sammelt sich in Becken, und links und rechts winden sich breite Rampen den Hang hinunter. Das sind die Rampe del Poggi, und unten an ihrem Fuß steht ganz allein auf einem Platz ein hoher, kantiger Turm aus Stein.

Key Facts

PlaceRampe del Poggi und Torre San Niccolò
AddressPiazza Giuseppe Poggi, 50125 Firenze FI, Italy
Geo Coordinates43.76480, 11.26410
Part of WalkFlorenz von oben: Gärten, Stadtmauern und San Miniato al Monte
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Lausch dem Wasser. Es plätschert aus Grotten, fällt über Steinstufen, sammelt sich in Becken, und links und rechts winden sich breite Rampen den Hang hinunter. Das sind die Rampe del Poggi, und unten an ihrem Fuß steht ganz allein auf einem Platz ein hoher, kantiger Turm aus Stein.

Die Rampen entstanden in den 1870er Jahren, wieder nach Plänen von Giuseppe Poggi. Er wollte, dass man vom Fluss aus nicht einfach eine Straße hinaufsteigt, sondern einen Garten erklimmt, mit künstlichen Felsen, Brunnen und kleinen Wasserfällen, wie in einem romantischen Landschaftspark. Das Wasser kommt aus einem Speicher oberhalb, und wenn die Kaskaden laufen, kühlt die Luft an heißen Tagen spürbar ab.

Jetzt zum Turm. Das ist die Torre San Niccolò, ein Torturm der alten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert ließ man die hohen Tortürme von Florenz kappen, weil sie für Kanonen ein zu leichtes Ziel waren und man oben Geschütze aufstellen wollte. Dieser hier blieb in voller Höhe stehen, geschützt durch den Hügel in seinem Rücken. Er ist der einzige seiner Art, und deshalb siehst du an ihm, wie hoch die Tore der Stadt einmal waren.

Dass er heute so frei steht, wie ein Leuchtturm ohne Meer, liegt wieder an Poggi. Er ließ die Mauern rechts und links abreißen, um Platz für den Verkehr am Fluss zu schaffen, und rettete den Turm als Denkmal. An manchen Sommertagen kann man ihn besteigen und von oben auf den Arno schauen.

Unten am Fluss liegt das Wehr von San Niccolò, und an warmen Abenden sitzen die Florentiner auf der Uferböschung, die Füße im Gras, mit Blick aufs Wasser. Im Sommer wird das Ufer manchmal zu einem kleinen Stadtstrand. Von hier sind es nur noch wenige Schritte bis ins Herz des Viertels. Geh durch das Tor unter dem Turm in die Via di San Niccolò, eine schmale Gasse, die sich wie ein Dorf anfühlt.

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