Giardino Bardini: Der Glyzinientunnel
Why is it significant?
Atme durch, die Treppe ist steil. Vor dir steigt eine barocke Freitreppe den Hang hinauf, gesäumt von Statuen und Brunnenbecken, links ein Obstgarten, rechts ein schattiges Wäldchen. Du bist im Giardino Bardini, und mit jedem Absatz wird die Stadt unter dir kleiner und der Himmel größer.
Key Facts
| Place | Giardino Bardini: Der Glyzinientunnel |
|---|---|
| Address | Via de' Bardi 1r, 50125 Firenze FI, Italy |
| Geo Coordinates | 43.76420, 11.25710 |
| Part of Walk | Florenz von oben: Gärten, Stadtmauern und San Miniato al Monte |
| Generated | Generated |
Atme durch, die Treppe ist steil. Vor dir steigt eine barocke Freitreppe den Hang hinauf, gesäumt von Statuen und Brunnenbecken, links ein Obstgarten, rechts ein schattiges Wäldchen. Du bist im Giardino Bardini, und mit jedem Absatz wird die Stadt unter dir kleiner und der Himmel größer.
Der Garten ist älter als sein Name. Lange gehörte der Hang den Mozzi, deren Palast unten am Fluss steht, und im 17. Jahrhundert entstand oben an der Costa San Giorgio eine Villa. 1913 kaufte Stefano Bardini das Ganze und gestaltete es nach seinem Geschmack um. Nach seinem Tod verwilderte vieles, bis der Garten aufwendig restauriert und 2007 wieder für Besucher geöffnet wurde.
Und dann kommst du zum berühmtesten Ort des Gartens, dem Laubengang aus Glyzinien. Ein langer Bogen aus Metall, überwuchert von knorrigen Ranken, und im Frühling, meist im April, hängen von oben Tausende violetter Blütentrauben herab. Der Duft ist schwer und süß, Bienen summen, und durch die Blüten hindurch siehst du die Kuppel des Doms. Es gibt Menschen, die eigens für diese zwei, drei Wochen nach Florenz reisen. Dabei ist die Pflanze hier eine junge Zuwanderin: Glyzinien stammen aus China und Japan und kamen erst im 19. Jahrhundert nach Europa.
Achte auch auf das, was leiser ist. Hortensien in Blau und Rosa im Sommer, Iris an den Terrassenkanten, alte Rosensorten, Zitrusbäume in Töpfen, und dazwischen Eidechsen, die auf den warmen Steinmauern liegen. Der Garten hat sogar einen Gemüse- und Obstgarten mit alten toskanischen Sorten, wie ihn reiche Familien früher hielten, um sich selbst zu versorgen.
Von der obersten Terrasse, dem Belvedere, liegt dir die Stadt zu Füßen: der Arno, die Dächer, die Türme, die Kuppel, und dahinter die Hügel von Fiesole. Viele Florentiner sagen, das sei der schönste Blick der Stadt, schöner als vom Piazzale, weil er näher ist. An klaren Tagen erkennst du sogar die Zinnen des Palazzo Vecchio und einzelne Glockentürme. Verlass den Garten oben durch den Ausgang an der Villa Bardini und tritt hinaus auf die steile Gasse der Costa San Giorgio.