Cappelle Medicee: Fürstengräber und die letzte Medici

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Über dir wölbt sich eine der größten Kuppeln von Florenz, und sie gehört keiner Kirche, sondern einem Grab. Hinter diesen Mauern liegen die Cappelle Medicee, die Grabkapellen der Familie, und hier wird aus einer Bankiersdynastie endgültig ein Fürstenhaus.

Key Facts

PlaceCappelle Medicee: Fürstengräber und die letzte Medici
AddressPiazza di Madonna degli Aldobrandini 6, 50123 Firenze FI, Italy
Geo Coordinates43.77520, 11.25320
Part of WalkDas Erbe der Medici: Florenz zwischen San Lorenzo und Santa Maria Novella
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Über dir wölbt sich eine der größten Kuppeln von Florenz, und sie gehört keiner Kirche, sondern einem Grab. Hinter diesen Mauern liegen die Cappelle Medicee, die Grabkapellen der Familie, und hier wird aus einer Bankiersdynastie endgültig ein Fürstenhaus.

Die Cappella dei Principi, die Fürstenkapelle, wurde 1604 unter Großherzog Ferdinando dem Ersten begonnen. Ihre Wände sind nicht bemalt, sondern mit Halbedelsteinen und farbigem Marmor ausgelegt, Lapislazuli, Jaspis, Achat, Stück für Stück zusammengesetzt. Für solche Arbeiten hatte Ferdinando eigens eine Hofwerkstatt gegründet, das heutige Opificio delle Pietre Dure. Gearbeitet wurde an der Kapelle bis ins 20. Jahrhundert... und von den geplanten Bronzestatuen der Großherzöge wurden nur zwei aufgestellt.

Dann gehst du durch einen Gang und stehst plötzlich in Michelangelos Neuer Sakristei. Grauer Stein, weißer Marmor, Stille. Zwei Medici-Herzöge sitzen in Nischen, unter ihnen liegen Tag und Nacht, Morgen und Abend, Figuren, die sich wälzen, als könnten sie nicht schlafen. Lorenzo der Prächtige selbst, der berühmteste von allen, liegt hier in einem schlichten Grab unter einer Madonna. Und 1975 entdeckte man in einem Raum unter der Sakristei Kohlezeichnungen an den Wänden. Manche Forscher halten sie für Werke Michelangelos, der sich hier 1530 versteckt haben könnte. Bewiesen ist es nicht.

In der Krypta ruht eine Frau, die du kennen solltest: Anna Maria Luisa de' Medici. 1691 heiratete sie Johann Wilhelm von der Pfalz, den Düsseldorfer Jan Wellem, und lebte über zwanzig Jahre am Rhein. Sie sah dort, wie leicht Sammlungen wandern. Die Düsseldorfer Gemäldegalerie ihres Mannes kam nach ihrem Tod nach München und ist heute ein Kern der Alten Pinakothek.

Nach dem Tod ihres Mannes kehrte sie 1717 nach Florenz zurück, und 1737 starb ihr Bruder Gian Gastone, der letzte Großherzog, ohne Erben. Toskana ging an das Haus Lothringen, und sie blieb die letzte ihres Namens. Was sie dann tat, erfährst du am Ende des Weges. Geh jetzt die Via del Melarancio hinunter, quer über die Piazza dell'Unità Italiana, bis sich der weite Platz von Santa Maria Novella öffnet.

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