Scott Monument an der Princes Street
Why is it significant?
Leg den Kopf in den Nacken: Vor dir schießt ein gotischer Turm in den Himmel, mit Spitzbögen, Fialen und Treppchen, schwarz wie verkohlt, über sechzig Meter hoch. Unten, unter einem Baldachin aus Stein, sitzt ein Mann aus weißem Marmor, ein Buch auf dem Knie, einen Hund zu seinen Füßen.
Key Facts
| Place | Scott Monument an der Princes Street |
|---|---|
| Address | East Princes Street Gardens, Edinburgh EH2 2EJ, UK |
| Geo Coordinates | 55.95240, -3.19330 |
| Part of Walk | Edinburgh New Town und Calton Hill: Georgianische Plätze und die Schottische Aufklärung |
| Generated | Generated |
Leg den Kopf in den Nacken: Vor dir schießt ein gotischer Turm in den Himmel, mit Spitzbögen, Fialen und Treppchen, schwarz wie verkohlt, über sechzig Meter hoch. Unten, unter einem Baldachin aus Stein, sitzt ein Mann aus weißem Marmor, ein Buch auf dem Knie, einen Hund zu seinen Füßen. Das ist Sir Walter Scott, und das ist sein Denkmal.
Es ist eines der größten Denkmäler, die je einem Schriftsteller errichtet wurden. Nach Scotts Tod 1832 schrieb die Stadt einen Wettbewerb aus, und den Sieg holte ein Mann, den niemand kannte: George Meikle Kemp, ein Zimmermann und Zeichner, der sich die Gotik selbst beigebracht hatte, indem er durch Schottland wanderte und Abteien vermaß. Er reichte seinen Entwurf unter falschem Namen ein, John Morvo, nach einem mittelalterlichen Baumeister der Abtei von Melrose.
Kemp hat seinen Turm nie vollendet gesehen. In einer nebligen Nacht im März 1844 fiel er auf dem Heimweg in den Union Canal und ertrank. Zwei Jahre später, 1846, wurde das Monument eingeweiht. Die Marmorstatue stammt von John Steell und zeigt Scott mit seinem Hirschhund Maida, und rundherum, in den Nischen, stehen Dutzende Figuren aus seinen Romanen.
Warum ist der Turm so schwarz? Der Sandstein hat über Generationen den Ruß der Kohlefeuer aufgesogen, die Edinburgh den Spitznamen Auld Reekie, die alte Verräucherte, eingebracht haben. Eine gründliche Reinigung würde den Stein beschädigen, und so trägt Scott die Rauchspuren seiner Stadt bis heute. Wer gut zu Fuß ist, kann über 287 enge Stufen bis zur obersten Galerie hinaufsteigen.
Für deutsche Leser war Scott im 19. Jahrhundert ein Star. Seine Romane prägten das Bild von Schottland als Land der Clans, Burgen und Nebel, und 1858 reiste Theodor Fontane hierher und schrieb darüber sein Reisebuch Jenseit des Tweed. Viele kamen damals nach Edinburgh, weil sie Scott gelesen hatten. Geh jetzt über die Princes Street und die St David Street hinauf nach Norden, bis zu einem großen Platz mit einer hohen Säule.