The Mound & Royal Scottish Academy
Why is it significant?
Vor dir stehen zwei Tempel aus hellem Sandstein, mit dorischen Säulen, wie aus Athen hierher versetzt, und auf dem Dach des vorderen thront Königin Victoria. Dahinter steigt eine Straße in einem Bogen zur Altstadt hinauf. Was du nicht siehst: Du stehst auf einem Berg aus Bauschutt.
Key Facts
| Place | The Mound & Royal Scottish Academy |
|---|---|
| Address | The Mound, Edinburgh EH2 2EL, UK |
| Geo Coordinates | 55.95170, -3.19630 |
| Part of Walk | Edinburgh New Town und Calton Hill: Georgianische Plätze und die Schottische Aufklärung |
| Generated | Generated |
Vor dir stehen zwei Tempel aus hellem Sandstein, mit dorischen Säulen, wie aus Athen hierher versetzt, und auf dem Dach des vorderen thront Königin Victoria. Dahinter steigt eine Straße in einem Bogen zur Altstadt hinauf. Was du nicht siehst: Du stehst auf einem Berg aus Bauschutt.
Wo heute die Gärten der Princes Street liegen, lag früher der Nor Loch, ein stinkender, aufgestauter See, in den die Altstadt jahrhundertelang ihren Unrat kippte. Ab 1759 wurde er trockengelegt. Und um 1781 begann ein Tuchhändler namens George Boyd, Erde über den Sumpf schütten zu lassen, damit er nicht jedes Mal den Umweg machen musste... die Leute nannten das Geordie Boyds Schlammbrücke.
Dann hatte die Stadt eine Idee. Beim Bau der New Town wurden Tausende Keller ausgehoben, und irgendwohin musste der Aushub. Also kippte man ihn hierher, Jahrzehnt um Jahrzehnt. Schätzungen sprechen von rund zwei Millionen Wagenladungen. Die New Town hat sich ihre eigene Brücke zur Altstadt sozusagen aus dem Keller geholt.
Die Tempel darauf sind das Werk von William Henry Playfair, dem Architekten, der Edinburgh den Beinamen Athen des Nordens am deutlichsten auf den Leib schrieb. Vorne die Royal Scottish Academy, in den 1820er-Jahren als Royal Institution entstanden, dahinter die Scottish National Gallery, eröffnet 1859. Dort hängt übrigens eines der beliebtesten Bilder Schottlands: ein Pfarrer, der in Schwarz über das Eis des Duddingston Loch gleitet, der Skating Minister. Wenn du eines Tages den Spaziergang zum Arthur's Seat machst, wirst du an diesem See vorbeikommen.
Der Nor Loch hat auch eine dunkle Seite. Es wird erzählt, dass dort Menschen, die der Hexerei beschuldigt waren, ins Wasser getaucht wurden, und tatsächlich wurden in Edinburgh im 16. und 17. Jahrhundert Hunderte Frauen und Männer angeklagt, viele davon hingerichtet. Wo heute Touristen Eis essen, war einmal ein Ort der Angst. Geh jetzt die Princes Street nach Osten entlang, mit der Burg zu deiner Rechten, bis zu dem schwarzen, gotischen Turm im Park.