National Monument & Nelson Monument
Why is it significant?
Hol erst einmal Luft nach dem Aufstieg und stell dich zwischen die riesigen Säulen. Zwölf Stück, dorisch, auf einem gewaltigen Sockel, mit einem Architrav darüber... und dann hört es einfach auf. Kein Dach, keine Wände, nur der Wind, der vom Firth of Forth herüberweht.
Key Facts
| Place | National Monument & Nelson Monument |
|---|---|
| Address | Calton Hill, Edinburgh EH7 5AA, UK |
| Geo Coordinates | 55.95470, -3.18190 |
| Part of Walk | Edinburgh New Town und Calton Hill: Georgianische Plätze und die Schottische Aufklärung |
| Generated | Generated |
Hol erst einmal Luft nach dem Aufstieg und stell dich zwischen die riesigen Säulen. Zwölf Stück, dorisch, auf einem gewaltigen Sockel, mit einem Architrav darüber... und dann hört es einfach auf. Kein Dach, keine Wände, nur der Wind, der vom Firth of Forth herüberweht.
Das ist das National Monument, und es sollte eine Kopie des Parthenon in Athen werden, eine Gedenkstätte für die schottischen Soldaten und Seeleute der Napoleonischen Kriege. Den Grundstein legte man 1822, während des Besuchs Georgs des Vierten, gebaut wurde ab 1826 nach Plänen von Charles Robert Cockerell und William Henry Playfair. Edinburgh nannte sich damals stolz das Athen des Nordens, und dieser Hügel sollte seine Akropolis sein.
Dann ging das Geld aus. 1829 wurde die Arbeit eingestellt, und seither steht hier das, was die Edinburgher abwechselnd Schottlands Torheit oder die Schande Edinburghs nennen. Immer wieder gab es Pläne, den Tempel zu vollenden. Keiner wurde umgesetzt, und heute würde wohl niemand mehr auf diese berühmteste Ruine, die nie eine war, verzichten wollen.
Dreh dich jetzt zu dem gedrungenen Turm gleich nebenan, der aussieht wie ein auf den Kopf gestelltes Fernrohr. Das ist das Nelson Monument, zwischen 1807 und 1815 errichtet zu Ehren des Admirals, der bei Trafalgar fiel. Oben auf dem Mast sitzt eine große Kugel, der Zeitball. Seit 1852 fällt sie jeden Tag um ein Uhr mittags, damit die Schiffe unten im Hafen von Leith ihre Chronometer stellen konnten, und seit 1861 feuert die Burg im selben Moment die One O'Clock Gun ab, für alle, die die Kugel bei Nebel nicht sehen.
Und am 21. Oktober, dem Jahrestag der Schlacht, flattern am Mast Signalflaggen mit Nelsons berühmtem Befehl. Hinter dir siehst du außerdem die Kuppel des alten Observatoriums, ebenfalls von Playfair, heute ein Ort für zeitgenössische Kunst. Geh nun am Observatorium vorbei zum Westrand des Hügels, zu einem kleinen runden Tempel, von dem aus dir die ganze Stadt zu Füßen liegt.