Dugald Stewart Monument: Der Blick über Edinburgh
Why is it significant?
Stell dich neben den kleinen runden Tempel mit seinen korinthischen Säulen und schau nach Westen. Vor dir liegt das ganze Edinburgh: die Burg auf ihrem Felsen, der Turm von St Giles' mit seiner Krone, das schwarze Scott Monument, und rechts davon das Raster der New Town, durch das du gerade…
Key Facts
| Place | Dugald Stewart Monument: Der Blick über Edinburgh |
|---|---|
| Address | Calton Hill, Edinburgh EH7 5AA, UK |
| Geo Coordinates | 55.95450, -3.18440 |
| Part of Walk | Edinburgh New Town und Calton Hill: Georgianische Plätze und die Schottische Aufklärung |
| Generated | Generated |
Stell dich neben den kleinen runden Tempel mit seinen korinthischen Säulen und schau nach Westen. Vor dir liegt das ganze Edinburgh: die Burg auf ihrem Felsen, der Turm von St Giles' mit seiner Krone, das schwarze Scott Monument, und rechts davon das Raster der New Town, durch das du gerade gegangen bist. Es ist die Postkarte, nur in echt, und meistens mit Wind.
Der Tempel ehrt Dugald Stewart, einen Mann, den heute kaum jemand kennt, der aber zu seiner Zeit einer der einflussreichsten Lehrer Europas war. Er war Professor für Moralphilosophie an der Universität Edinburgh, und in seinen Vorlesungen saßen junge Männer, die später Großbritannien regieren sollten, unter ihnen zwei künftige Premierminister, Lord Palmerston und Lord John Russell. Stewart schrieb auch die erste Lebensbeschreibung seines Freundes Adam Smith.
Das Denkmal entwarf 1831 wieder William Henry Playfair, und er nahm sich ein antikes Vorbild: das Lysikrates-Monument in Athen. Auf diesem Hügel steht also ein Stück Athen neben dem anderen, ein unvollendeter Parthenon, ein Observatorium mit griechischen Säulen, und dieser kleine Rundtempel. Edinburgh wollte nicht nur Athen heißen. Es wollte so aussehen.
Und schau einmal auf die Uhr am Turm des großen Hotels am Ostende der Princes Street, des Balmoral von 1902. Sie geht absichtlich drei Minuten vor, damit die Reisenden ihren Zug im Bahnhof darunter nicht verpassen. Nur einmal im Jahr, an Hogmanay, dem Silvesterabend, zeigt sie die richtige Zeit, damit das neue Jahr pünktlich beginnt.
Von hier oben verstehst du, worum es auf diesem Spaziergang ging. Eine Stadt, die im 18. Jahrhundert eng, schmutzig und arm war, hat sich selbst neu entworfen, mit Lineal und Zirkel, mit Philosophen, Architekten und Bankiers, und mit Geld, dessen Herkunft nicht immer sauber war. Hume, Smith, Stewart und Scott haben von hier aus Europa verändert, und ein Professor in Königsberg ist davon aufgewacht. Bleib noch ein wenig, bis die Sonne hinter der Burg sinkt... schöner endet kein Tag in Edinburgh.