Basilika Sankt Severin und Stiftskirche

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Blicken Sie empor zu dem stolzen Turm von Sankt Severin, der mit fast dreiundsiebzig Metern Höhe majestätisch über die Dächer der Südstadt ragt. Diese Basilika ist eine der ältesten und bedeutendsten Sakralstätten von ganz Köln.

Key Facts

PlaceBasilika Sankt Severin und Stiftskirche
AddressSeverinstraße 21, 50678 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.92380, 6.95980
Part of WalkSüdstadt, Severinsviertel und Rheinauhafen: Kölsches Veedel, romanische Wurzeln und moderne Kranhäuser
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Blicken Sie empor zu dem stolzen Turm von Sankt Severin, der mit fast dreiundsiebzig Metern Höhe majestätisch über die Dächer der Südstadt ragt. Diese Basilika ist eine der ältesten und bedeutendsten Sakralstätten von ganz Köln. Sie wurde über einem riesigen römisch-fränkischen Gräberfeld errichtet, das sich entlang der antiken Ausfallstraße nach Süden erstreckte und seit dem vierten Jahrhundert ununterbrochen als christlicher Begräbnisort diente. Der romanische Pfeilerbau atmet die feierliche Stille von mehr als anderthalb Jahrtausenden gelebter Frömmigkeit.

Sankt Severin war der dritte Bischof von Köln und wirkte im vierten Jahrhundert. Der Legende nach hörte Severin an der Stelle der heutigen Kirche beim Tod des heiligen Martin von Tours himmlische Engelschöre im Himmel jubilieren. Der kostbare Severinusschrein aus dem frühen sechzehnten Jahrhundert steht bis heute im gotischen Chor und birgt die Reliquien des Stadtpatrons, die von den Gläubigen verehrt werden und bei Prozessionen mitgeführt wurden.

Unter dem Langhaus verbirgt sich eine der spektakulärsten archäologischen Ausgrabungsstätten des Rheinlands. Bei Grabungen nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckten Archäologen römische Grabkammern, Sarkophage frühchristlicher Märtyrer und die Fundamente fränkischer Saalkirchen aus der Zeit der Merowingerkönige. Ein Spaziergang durch diese Unterwelt ist wie eine Zeitreise zu den allerersten Christen von Köln, deren Grabinschriften noch heute tief berühren.

Bewundern Sie im Inneren der Basilika das spätgotische Chorgestühl aus dem dreizehnten Jahrhundert und die kostbaren Altarflügel des Meisters von Sankt Severin. Die Kirche strahlt eine tiefe, meditative Ruhe aus, die in wohltuendem Kontrast zum geschäftigen Treiben auf der davorliegenden Straße steht und die Besucher innehalten lässt, um die spirituelle Tiefe des Raumes aufzunehmen. Die meisterhafte Holzschnitzkunst und die leuchtenden Kirchenfenster machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis für Kunstinteressierte.

Verlassen Sie die Basilika und folgen Sie der Severinstraße wenige Schritte nach Norden bis zum traditionsreichen Hirschgässchen. Achten Sie dabei auf die historischen Gedenktafeln und die kleinen Schaufenster alteingesessener Handwerksbetriebe, die seit Generationen das Gesicht dieser Straße prägen.

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