Rheingarten und Frankenwerft

Why is it significant?

Atmen Sie die frische Brise des Rheins ein und genießen Sie das lebendige Treiben auf der sonnenverwöhnten Uferpromenade des Rheingartens.

Key Facts

PlaceRheingarten und Frankenwerft
AddressFrankenwerft 35, 50667 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.93950, 6.96220
Part of WalkAltstadt, Kölner Dom, Rathaus und Rheinufer: Zweitausend Jahre zwischen Gotik, Römern und Kölsch
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Atmen Sie die frische Brise des Rheins ein und genießen Sie das lebendige Treiben auf der sonnenverwöhnten Uferpromenade des Rheingartens. Was heute wie eine seit Jahrhunderten gewachsene Parkanlage zwischen Altstadt und Fluss wirkt, ist in Wahrheit eine meisterhafte städtebauliche Großtat der 1980er Jahre. Hier flanieren Kölner Bürger und Gäste aus aller Welt, Straßenmusiker spielen kölsche Evergreens und weiße Ausflugsschiffe legen laut hupend zu Rundfahrten ab. Das sanfte Plätschern der Wellen begleitet jeden Ihrer Schritte am breiten Strom.

Kaum jemand ahnt beim Spaziergang über die gepflegten Rasenflächen, dass direkt unter den eigenen Schuhsohlen der vierspurige Rheinufertunnel verläuft. Bis in die 1970er Jahre trennte eine stinkende, ununterbrochene Autolawine die Kölner Altstadt vom Strom ab. Durch den Bau des fast sechshundert Meter langen Tunnels holte sich die Stadt ihr Rheinufer zurück und schuf ein neues Stück Lebensqualität mitten im Zentrum, das heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist.

An den massiven Kaimauern aus dunklen Basaltquadern können Sie noch die alten eisernen Festmachringe und eingemeißelten Hochwassermarken erkennen. Wenn der Rhein im Frühjahr durch die Schneeschmelze in den Alpen anschwillt, verwandelt sich die Frankenwerft regelmäßig in ein tosendes Gewässer. Die Kölner Altstadtgastronomen nehmen diese Launen ihres Vaters Rhein mit stoischer Gelassenheit und montieren binnen weniger Stunden mobile Schutzwandelemente, um ihre Keller zu sichern.

Von hier aus bietet sich einer der fotogensten Ausblicke auf die pastellfarbenen Giebelhäuser der Altstadt, die sich wie gemalt aneinanderreihen. Viele dieser Fassaden wurden nach den verheerenden Kriegszerstörungen nach alten Stichen rekonstruiert, um den unverwechselbaren Charakter der hansischen Kaufmannsstadt für kommende Generationen lebendig zu halten und die kölsche Identität zu wahren.

Gehen Sie nun wenige Schritte landeinwärts die gepflasterte Steigegasse hinauf, um unmittelbar vor der monumentalen Kleeblattchoranlage von Groß Sankt Martin zu stehen. Schauen Sie dabei auf die bunten Haustüren der schmalen Handwerkerhäuser, die den romantischen Wiederaufbaugeist des Kölner Martinsviertels bis heute spürbar machen.

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