Die Sint-Gillis-Kirche : Die Pfarrkirche der flämischen Meister
Why is it significant?
Halten Sie an vor der schlichten gelben Backsteinfassade und dem wuchtigen quadratischen Vierungsturm der Sint-Gillis-Kirche in Brügge, gelegen in einem stillen Wohnviertel abseits des großen Touristenstroms.
Key Facts
| Place | Die Sint-Gillis-Kirche : Die Pfarrkirche der flämischen Meister |
|---|---|
| Address | Baliestraat 2, 8000 Brugge, Belgium |
| Geo Coordinates | 51.21480, 3.22690 |
| Part of Walk | Brügge : Hanse-Kaufleute, Grachten und Windmühlen |
| Generated | Generated |
Halten Sie an vor der schlichten gelben Backsteinfassade und dem wuchtigen quadratischen Vierungsturm der Sint-Gillis-Kirche in Brügge, gelegen in einem stillen Wohnviertel abseits des großen Touristenstroms. Ab zwölfhundertvierzig für die Gemeinschaft der Schiffer, Fischer und Hafenhandwerker errichtet, wuchs diese dreischiffige Hallenkirche im Laufe der Jahrhunderte zur geistlichen Heimat der bedeutendsten Meister der flämischen Malerei heran, deren Meisterwerke bis heute die bedeutendsten Museen der Welt zieren und Bewunderer aus allen Erdteilen anziehen. Die Künstlergilde von St. Lukas überwachte hier streng die Qualität der Farben und Holztafeln.
Im fünfzehnten Jahrhundert bildete das St.-Gillis-Viertel die Künstlerkolonie von Brügge. Tafelmaler, Buchillustratoren, Glaser und Bildschnitzer der Lukasgilde ließen sich hier nieder, angelockt von den günstigen Mieten, den stillen Innenhöfen und dem reinen, gleichmäßigen Nordlicht, das sich in den nahen Grachten spiegelte und ideale Arbeitsbedingungen bot und Generationen von Buchmalern zu feinsten Miniaturen inspirierte.
Jan van Eyck höchstselbst war bis zu seinem Tode im Jahre vierzehnhunderteinundvierzig treues Gemeindemitglied dieser Pfarre. Auf dem Kirchhof von Sint-Gillis fand der Schöpfer des Genter Altars seine erste Ruhestätte in flämischer Erde, bevor seine sterblichen Überreste später in die fürstliche Kollegiatkirche St. Donatian überführt wurden, um dem Hofmaler der burgundischen Herzöge ein fürstliches Gedenken zu sichern.
Auch ein weiterer Gigant der Renaissance ruht innerhalb dieser ehrwürdigen Mauern: Hans Memling wurde hier im August vierzehnhundertvierundneunzig feierlich beigesetzt, ebenso die Hofmaler Lancelot Blondeel und Pieter Pourbus. Treten Sie ein und bewundern Sie die hölzerne Tonnendecke, die von Schiffszimmerleuten wie der umgedrehte Rumpf einer Hansekogge konstruiert wurde, ein ergreifendes Zeugnis der engen Verbundenheit zwischen Seefahrt und Glaube, geschaffen mit den traditionellen Axt- und Hobeltechniken der mittelalterlichen Flämischen Werften und zeugt vom überragenden handwerklichen Geschick der damaligen Zunftmeister.
Verlassen Sie den Kirchplatz, gehen Sie die Baliestraat südwärts, überqueren Sie den Kanal und bewundern Sie die Barockfassade von Sint-Walburga.