Die Sint-Walburga-Kirche : Das barocke Juwel der Jesuiten

Why is it significant?

Blicken Sie hinauf zur monumentalen Fassade aus goldenem Sandstein der Sint-Walburga-Kirche in Brügge, gekrönt von weit geschwungenen Barockvoluten, korinthischen Pilastern und einem gesprengten Dreiecksgiebel.

Key Facts

PlaceDie Sint-Walburga-Kirche : Das barocke Juwel der Jesuiten
AddressRiddersstraat 12, 8000 Brugge, Belgium
Geo Coordinates51.21150, 3.23000
Part of WalkBrügge : Hanse-Kaufleute, Grachten und Windmühlen
GeneratedGenerated

Open the walk

Blicken Sie hinauf zur monumentalen Fassade aus goldenem Sandstein der Sint-Walburga-Kirche in Brügge, gekrönt von weit geschwungenen Barockvoluten, korinthischen Pilastern und einem gesprengten Dreiecksgiebel. Zwischen sechzehnhundertneunzehn und sechzehnhundertdreiundvierzig für das Jesuitenkolleg errichtet, bildet diese Kirche das einzige monumentale Barockbauwerk der Gegenreformation in Brügge und setzt einen spektakulären Akzent im gotischen Backsteinmeer der Stadt und beeindruckt jeden Betrachter durch seine erhabene Prachtentfaltung, die den Glanz der Gegenreformation nach Brügge trug. Hoch oben am Giebel thront die Heilige Walburga als Schutzpatronin der Seefahrer.

Der Entwurf stammte von dem Jesuitenbruder Pieter Huyssens, einem genialen Brügger Architekten, der im Auftrag seines Ordens nach Rom gereist war, um die Meisterwerke des römischen Barock zu studieren. Huyssens übertrug das Raumkonzept der Kirche Il Gesù nach Flandern: ein weiter, säulenloser Saalraum, der jedem Gläubigen ungehinderte Sicht und beste Akustik für die Predigt bot, ganz im Sinne der theatralischen Beredsamkeit der gegenreformatorischen Jesuiten.

Betreten Sie das von hellem Licht durchflutete Kirchenschiff und bestaunen Sie die meisterhafte Kommunionbank aus reinem Carrara-Marmor. Im Jahre sechzehnhundertfünfundneunzig von Hendrik Frans Verbrugghen gemeißelt, scheinen die verspielten Putten, Weinreben und Getreideähren im Stein förmlich zu atmen und zählen zu den feinsten Bildhauerarbeiten des flämischen Hochbarock, geschaffen aus edelstem italienischen Marmor für die feierliche Liturgie, in die der Künstler feinste florale Ornamente und spielende Engel mit unglaublicher Leichtigkeit hineingemeißelt hat, sodass der Stein fast lebendig zu pulsieren scheint.

Der zwanzig Meter hohe Hochaltar aus schwarzem Dinant-Marmor und rosafarbenem Brecchia-Gestein trug einst ein monumentales Meisterwerk von Peter Paul Rubens, die Kreuzaufrichtung, bevor französische Revolutionstruppen das Gemälde raubten. Die theatralische barocke Altararchitektur zieht den Betrachter dennoch unweigerlich in ihren Bann und zeugt vom ungebrochenen Gestaltungswillen der katholischen Gegenreformation.

Folgen Sie der Hoornstraat nach Osten, überqueren Sie die Kanalbrücke der Peperstraat und entdecken Sie den geheimnisvollen Turm der Jeruzalemkerk.

Nearby stories