Plaça del Pedró: Santa Eulàlia und die Kapelle der Aussätzigen
Why is it significant?
Mitten in diesem kleinen, dreieckigen Platz steht eine Brunnensäule, und ganz oben, zwischen Wäscheleinen und Balkonen, eine schmale Mädchenfigur mit einem Kreuz in Form eines X. Willkommen an der Plaça del Pedró, einem der ältesten Kreuzungspunkte Barcelonas.
Key Facts
| Place | Plaça del Pedró: Santa Eulàlia und die Kapelle der Aussätzigen |
|---|---|
| Address | Plaça del Pedró, 08001 Barcelona, Spain |
| Geo Coordinates | 41.37950, 2.16600 |
| Part of Walk | Rambla und Raval: Barcelonas wilde Seite zwischen Boqueria, Liceu und Sant Pau del Camp |
| Generated | Generated |
Mitten in diesem kleinen, dreieckigen Platz steht eine Brunnensäule, und ganz oben, zwischen Wäscheleinen und Balkonen, eine schmale Mädchenfigur mit einem Kreuz in Form eines X. Willkommen an der Plaça del Pedró, einem der ältesten Kreuzungspunkte Barcelonas.
Die Figur ist Santa Eulàlia, die junge Märtyrerin und Mitpatronin der Stadt. Die Legende erzählt, sie sei um das Jahr 304, mit gerade dreizehn Jahren, unter dem römischen Kaiser Diokletian gefoltert und an genau dieser Stelle an ein Kreuz geschlagen worden. Und als man sie nackt zur Schau stellte, soll mitten in der Stadt Schnee gefallen sein, um ihren Körper zu bedecken. Ob es Eulàlia so gab, streiten Historiker bis heute... aber für Barcelona ist sie ganz und gar wirklich.
Seit dem 17. Jahrhundert steht hier ein Denkmal für sie. Die alte Statue wurde 1936 zerstört, die heutige stammt aus der Zeit nach dem Bürgerkrieg. Pedró bedeutet übrigens so viel wie Steinsäule oder Wegkreuz: Hier trafen sich die Straßen aus dem Hinterland, und hier stand seit dem Mittelalter ein Kreuz, das Reisenden zeigte, dass die Stadt nah war. Und weil hier mehrere Wege zusammenliefen, war der Platz jahrhundertelang auch ein Ort für Händler, Bekanntmachungen und Neuigkeiten.
Jetzt schau nach hinten, hinter das Gitter mit dem kleinen Garten. Dort duckt sich ein schlichter romanischer Bau mit runder Apsis: die Capella de Sant Llàtzer, aus dem 12. Jahrhundert. Ab dem Mittelalter war sie die Kapelle des Leprosoriums, des Spitals für Aussätzige, die man bewusst draußen vor der Stadt unterbrachte. Sankt Lazarus, Sant Llàtzer, war ihr Schutzheiliger, der arme Kranke aus dem Gleichnis, dem die Hunde die Wunden leckten.
Jahrhundertelang war die Kapelle zwischen Wohnhäusern eingeklemmt, so dass kaum jemand ahnte, was hinter den Fassaden steckte. Heute kannst du ihre Rundung wieder sehen, eines der ältesten Gebäude des ganzen Raval. Die Nachbarn nutzen den kleinen Garten davor heute fast wie ein Wohnzimmer, mit Bänken, Kinderwagen und Gesprächen über den Zaun hinweg. Folge nun dem Carrer de l'Hospital Richtung Rambla, bis links ein gewaltiges gotisches Tor in einen stillen Innenhof führt.