Torre de Sant Sebastià: Die Seilbahn über den Hafen
Why is it significant?
Vor dir ragt ein hoher, stählerner Gitterturm in den Himmel, und oben verschwinden dicke Seile Richtung Hafen. Wenn du Glück hast, schwebt gerade eine kleine rote Kabine heran, schaukelnd, hoch über den Masten der Jachten.
Key Facts
| Place | Torre de Sant Sebastià: Die Seilbahn über den Hafen |
|---|---|
| Address | Passeig de Joan de Borbó, 08039 Barcelona, Spain |
| Geo Coordinates | 41.37310, 2.18790 |
| Part of Walk | Barceloneta und Port Vell: Barcelonas Hafen, Fischerviertel und Strand zum Schmecken |
| Generated | Generated |
Vor dir ragt ein hoher, stählerner Gitterturm in den Himmel, und oben verschwinden dicke Seile Richtung Hafen. Wenn du Glück hast, schwebt gerade eine kleine rote Kabine heran, schaukelnd, hoch über den Masten der Jachten.
Das ist die Torre de Sant Sebastià, Endpunkt des Transbordador Aeri del Port, der Hafenseilbahn. Geplant wurde sie für die Weltausstellung von 1929, eröffnet aber erst 1931. Die Seile spannen sich über das ganze Hafenbecken, vorbei an einem zweiten, noch höheren Turm mitten im Hafen, bis hinauf an den Hang des Montjuïc. Die Kabinen hängen dabei in schwindelnder Höhe, und wer nicht ganz schwindelfrei ist, schaut besser auf die Berge als nach unten.
Ihre Geschichte war nicht immer so leicht wie die Fahrt. Im Bürgerkrieg wurde die Anlage beschädigt und blieb danach lange stillgelegt. Erst Jahrzehnte später konnten die Barceloniner wieder über ihren Hafen schweben. Heute ist die Fahrt eine der schönsten Arten, die Stadt zu sehen, trotz der langen Schlangen, mit dem Meer auf der einen und den Dächern der Barceloneta auf der anderen Seite.
Jetzt dreh dich zum Meer. Am Ende der Mole siehst du ein riesiges gläsernes Segel, das sich in den Himmel wölbt: das Hotel W, entworfen vom katalanischen Architekten Ricardo Bofill und 2009 eröffnet. Die Barceloniner nennen es einfach das Segel, la Vela. Und dazwischen liegt der Strand von Sant Sebastià, an dem schon im 19. Jahrhundert die ersten Badeanstalten der Stadt standen, als das Baden im Meer noch eine gewagte Mode war.
Falls du Hunger bekommst: Hier am Südende essen die Einheimischen gern in der Sonne, ein paar Sardinen vom Grill, frittierte kleine Fische, die man mit Kopf und Schwanz isst, und ein kaltes Glas Weißwein. Dazu ein Teller patates braves, Kartoffeln mit scharfer Sauce, über deren einzig richtiges Rezept in Barcelona fast so leidenschaftlich gestritten wird wie über Fußball. Das nennt man in Barcelona vermut-Zeit, wenn es vor dem Mittagessen ist. Geh nun auf die Strandpromenade und folge ihr nach Norden am Meer entlang, bis du vier rostige, schiefe Würfel siehst, die übereinander stehen.