Moll de la Fusta und Rambla de Mar: Der Holzsteg ins Hafenbecken

Why is it significant?

Vor dir schwingt sich ein breiter Steg aus hellem Holz in sanften Wellen über das Hafenbecken, und an seinem Ende glänzt ein moderner Bau aus Glas und Metall. Das ist die Rambla de Mar, die Rambla des Meeres, und sie führt hinüber zum Maremagnum. Der Steg ist eine Drehbrücke.

Key Facts

PlaceMoll de la Fusta und Rambla de Mar: Der Holzsteg ins Hafenbecken
AddressMoll de la Fusta, Passeig de Colom, 08002 Barcelona, Spain
Geo Coordinates41.37650, 2.18050
Part of WalkBarceloneta und Port Vell: Barcelonas Hafen, Fischerviertel und Strand zum Schmecken
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Vor dir schwingt sich ein breiter Steg aus hellem Holz in sanften Wellen über das Hafenbecken, und an seinem Ende glänzt ein moderner Bau aus Glas und Metall. Das ist die Rambla de Mar, die Rambla des Meeres, und sie führt hinüber zum Maremagnum.

Der Steg ist eine Drehbrücke. Wenn Segelboote in den inneren Hafen wollen, schwenkt ein Teil davon zur Seite, und die Spaziergänger müssen warten wie früher die Fuhrwerke an der Zugbrücke. Gebaut wurde das Ganze Mitte der 1990er Jahre, als Verlängerung der Rambla, so als würde die berühmteste Straße der Stadt einfach weiterlaufen, über das Wasser hinaus. Abends, wenn die Sonne hinter dem Montjuïc versinkt, ist das einer der schönsten Plätze, um mitten im Hafen zu sitzen, ohne nass zu werden.

Bis in die 1980er Jahre war das hier kein Ort zum Flanieren. Der Port Vell, der alte Hafen, war ein Arbeitsgebiet mit Lagerhallen, Zäunen, Eisenbahngleisen und Schwerverkehr. Die Stadt lebte mit dem Rücken zum Meer, wie man in Barcelona gern sagt. Erst mit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1992 wurde die Küstenstraße teilweise unter die Erde gelegt und der Kai geöffnet. Seitdem gehört er den Spaziergängern, den Joggern und den Möwen.

Der Name Moll de la Fusta heißt übrigens Holzkai. Hier wurde früher Bauholz entladen, und ganz in der Nähe kamen die Schiffe mit Waren aus aller Welt an. Eine davon hat die katalanische Küche geprägt wie kaum eine andere: Bacallà, gesalzener Kabeljau aus dem Nordatlantik, in Fässern und Ballen herangeschafft. Ausgerechnet in einer Stadt am Mittelmeer, voller frischer Fische, wurde der getrocknete Fisch aus dem Norden zum Alltagsessen, für die Fastenzeit, für arme Leute und für jeden Sonntag. Bis heute findest du ihn überall, zum Beispiel als esqueixada, roh gezupft mit Tomaten, Zwiebeln und Oliven, oder als goldbraun frittierte Bällchen.

Wenn du magst, lauf ruhig ein paar Meter auf den Steg hinaus, setz dich in die Sonne und schau, wie das Wasser unter den Planken glitzert. Danach geh am Wasser entlang weiter nach links, die Promenade hinauf, bis dir ein riesiger, bunter Kopf aus Keramik entgegengrinst.

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