Palau de Mar: Das letzte Lagerhaus des Hafens
Why is it significant?
Vor dir erstreckt sich ein langer, rötlicher Backsteinbau mit Türmchen an den Ecken, und unten reiht sich eine Terrasse an die nächste, voller Tische, Sonnenschirme und Kellner mit Pfannen, so breit wie Wagenräder. Das ist der Palau de Mar, der Palast am Meer. Ein Palast war er nie.
Key Facts
| Place | Palau de Mar: Das letzte Lagerhaus des Hafens |
|---|---|
| Address | Plaça de Pau Vila 3, 08003 Barcelona, Spain |
| Geo Coordinates | 41.38080, 2.18600 |
| Part of Walk | Barceloneta und Port Vell: Barcelonas Hafen, Fischerviertel und Strand zum Schmecken |
| Generated | Generated |
Vor dir erstreckt sich ein langer, rötlicher Backsteinbau mit Türmchen an den Ecken, und unten reiht sich eine Terrasse an die nächste, voller Tische, Sonnenschirme und Kellner mit Pfannen, so breit wie Wagenräder. Das ist der Palau de Mar, der Palast am Meer.
Ein Palast war er nie. Gebaut wurde er um 1900 als Lagerhaus, die Magatzems Generals de Comerç, die Allgemeinen Handelsspeicher des Hafens. Hier stapelten sich Säcke, Fässer und Kisten, bevor sie in die Stadt oder auf Schiffe gingen. Von all den Lagerhallen, die früher den Port Vell säumten, ist dieser Bau als einer der wenigen übrig geblieben.
Anfang der 1990er Jahre wurde er umgebaut, und seit 1996 sitzt in den oberen Etagen das Museu d'Història de Catalunya. Ganz oben gibt es eine Terrasse, von der du über den ganzen Hafen bis zum Montjuïc schaust. Wo früher Getreide und Kolonialwaren lagerten, wird heute die Geschichte des ganzen Landes erzählt, von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
Aber zurück zu diesen riesigen Pfannen. Die Paella stammt eigentlich aus Valencia, und dort würde man dir erklären, dass eine echte Paella Kaninchen und Bohnen enthält, keine Muscheln. In Barcelona isst man am Meer lieber arròs, Reisgerichte aus der Pfanne mit Fisch und Meeresfrüchten, und einen Klassiker solltest du unbedingt probieren: arròs negre, schwarzer Reis, gefärbt mit der Tinte von Tintenfischen, serviert mit einem Klecks Allioli. Und dann gibt es noch die fideuà, die gleiche Idee, aber mit kurzen Nudeln statt Reis.
Ein kleiner Rat unter Freunden: Die Katalanen essen Reis lieber mittags als abends, und ein gutes Reisgericht braucht seine Zeit, wird frisch für den ganzen Tisch gekocht. Wenn eine Pfanne in fünf Minuten auf dem Tisch steht, darfst du dich fragen, wann sie gekocht wurde. Und ein Gläschen Cava dazu ist in Katalonien nie verkehrt. Geh jetzt um den Palau de Mar herum ins Innere der Barceloneta und biege in den schnurgeraden Carrer de Sant Carles ein.